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Warnung der Weltbank vor einer Katatstrophe für Entwicklungsländer

Die Schreckensszenarien nehmen kein Ende. Der Welthandel werde den stärksten Rückgang seit 80 Jahren erleben,
prognostiziert die Weltbank und warnt vor einer Katastrophe in den Entwicklungsländern. Aus gutem Grund: Eine Faustregel besagt, dass
ein Prozent weniger Wachstum 20 Millionen mehr Arme nach sich zieht. Was sich in den Zentren mehr und mehr in massiv steigender Arbeitslosigkeit niederschlägt, wird in der Peripherie todsichere Folgen haben: Der vor wenigen Tagen erschienene Global Monitoring Report der UNO rechnet mit 200 000 bis 400 000 zusätzlich verhungernden Kindern – schon ohne Krise sind es täglich über 20000.

Für die Wiederbelebung der Finanzmärkte wird kein Risiko und kein Geldbetrag gescheut, während in der öffentlichen Entwicklungshilfe um jeden Cent gerungen wird und sie trotz entgegengesetzter Zusagen seit 2005 wieder sinkt. Laut der Welternährungsorganisation FAO kostete eine Beseitigung des
Welthungers nicht einmal ein Zwanzigstel des 787-Milliarden-Dollar-Pakets in den USA: Die dafür benötigten 35 Milliarden Dollar pro Jahr sind weniger als die 40 Milliarden Dollar, die in den reichen Ländern für Haustiernahrung ausgegeben werden. Und es sind Peanuts im Vergleich zu den Rüstungsausgaben von über einer Billiarde Dollar. Allein der politische Wille fehlt, die Prioritäten für die Menschen zu setzen. Das ist tödliches Politikversagen.

Neues Deutschland

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