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Thailand nach der niedergeschlagenen Protestwelle

Mit dem blutigen Militäreinsatz hat sich Thailands Führung nur für einen kurzen Moment Ruhe gekauft – zu einem nicht vertretbaren Preis: Die Gewalteskalation hat Dutzende Menschenleben gefordert – darunter ausländische Reporter – und im Herzen der Hauptstadt ein qualmendes Trümmerfeld hinterlassen. Noch schlimmer als der materielle Schaden der abgebrannten Einkaufszentren und Banken ist für Thailand, dass nun die Touristen ausbleiben werden: Damit hat das Land einen seiner wichtigsten Wirtschaftszweige abgewürgt. Auch politisch ist mit der Niederschlagung des Aufstands nichts gewonnen. Die Anführer kapitulieren, ein harter Kern könnte sich nun im Untergrund radikalisieren. Die Strippen der Opposition zieht weiterhin Thaksin Shinawatra als großes Idol der kleinen Leute, wenn er sich im Exil nicht gerade wieder einen teuren Fußballclub leistet. Die großen sozialen Probleme bleiben bestehen. Dass die Regierung nun Neuwahlen zumindest in Aussicht stellt, ist der letzte mögliche Ausweg. Doch auch er könnte zur Sackgasse werden, wenn wie zu erwarten die rote Thaksin-Bewegung an die Macht zurückkommt und wie vor zwei Jahren die Gelbhemden dies nicht akzeptieren. Das Spiel könnte von vorne beginnen.

P2News/Rhein-Neckar-Zeitung

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