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Spielwarenmesse Nürnberg 2009: Ravensburger Gruppe zeigt sich krisenfest

„Unsere Spiele, Puzzles und Bücher sind trotz Rezession ein stabiles Geschäft.“ So bewertete der Vorstandssprecher der Ravensburger Gruppe, Karsten Schmidt, die Geschäftsentwicklung des Unternehmens am Vorabend der Spielwarenmesse in Nürnberg. Seit sechs Jahren wächst die Gruppe kontinuierlich – im vergangenen Geschäftsjahr 2008 mit einem Plus von 0,5 % (währungsbereinigt 1,4 %) auf 287,3 Mio. Euro konsolidierten Umsatz. Sämtliche Geschäftsbereiche des Unternehmens legten leicht zu. Positiv entwickelte sich vor allem der Umsatz in Deutschland, insbesondere mit Kinderspielen, Gesellschaftsspielen und mit Jugendromanen. Erfolgreichstes Produkt war das Elektronik-unterstützte Brettspiel für Kinder „Wer war´s?“, das zum „Kinderspiel des Jahres 2008“ gekürt wurde und sich 220.000 Mal verkaufte.

* Bitte beachten Sie: Alle Zahlenangaben sind auf vorläufiger Basis. Endgültige Umsatzzahlen und Ertragszahlen veröffentlichen wir zur Bilanzpressekonferenz im Juli 2009.

Trotz Rezession verzeichneten sowohl die deutsche Spielwarenbranche mit 1 % als auch Ravensburger mit 3 % im Jahr 2008 ein Umsatzplus (Quelle: Eurotoys Handelspanel, Abverkauf Handel an Konsument). Damit baute das Unternehmen seinen Marktanteil von 6,5 % auf 6,6 % aus. „Traditionelle Spielwaren haben sich in Deutschland als krisenresistent erwiesen“, sagte Vorstandssprecher Schmidt in einem Wirtschaftspressegespräch anlässlich der Nürnberger Spielwarenmesse. „Bei Geschenken für Kinder wird zuletzt gespart. Zudem orientieren sich Käufer in der Krise eher an Marken, denen sie vertrauen, und dazu gehört auch Ravensburger.“

Geschäftsbereich Spiele, Puzzles, Beschäftigung

Gutes Geschäft in Deutschland macht Rückgang im Ausland wett

Die mit rund 80 % Umsatzanteil größte Ravensburger Sparte Spiele, Puzzles, Beschäftigung legte um 0,3 % (währungsbereinigt 1,3 %) auf 231,5 Mio. Euro Umsatz leicht zu. Dafür waren vor allem die Verkaufszahlen in Deutschland verantwortlich: Das gute Weihnachtsgeschäft, Steigerungen sowohl bei Spielen als auch bei Puzzles und ein erfolgreiches „Kinderspiel des Jahres 2008“ erhöhten den Umsatz im Inland um 6,1 %.

Im Ausland zeichnete sich mit einem Minus von 3,7 % (währungsbereinigt 2,0 %) hingegen ein anderes Bild ab: Wichtige Handelshäuser mussten infolge der Finanzkrise schließen oder konnten wegen unzureichender Delkredere-Versicherung nicht mehr beliefert werden. Andere Handelspartner orderten in der Krise deutlich weniger Ware, weil sie ein schwaches Weihnachtsgeschäft erwarteten. Zusätzlich führte der starke Euro zu negativen Währungseffekten im Umsatz, oder er erschwerte den Export der Ravensburger Produkte.

Traditionelle Spiele gefragt

Wie schon im Jahr 2007 erzielte Ravensburger auch im vergangenen Geschäftsjahr ein deutliches Umsatzwachstum mit traditionellen Spielen in Deutschland: Aktionsspiele für Kinder, Spiele für Erwachsene und die Kleinkindserie „ministeps®“, die seit ihrer Markteinführung vor sechs Jahren stetig wächst, legten zweistellig zu. Damit ist Ravensburger Spielemarktführer in Deutschland.

Der erfolgreichste Titel im Ravensburger Programm und einer der umsatzstärksten im Markt war das Elektronik-unterstützte Brettspiel für Kinder „Wer war´s?“, das als „Kinderspiel des Jahres 2008“ ausgezeichnet wurde. Erstmals erzielte ein „Kinderspiel des Jahres“ höhere Umsätze als ein „Spiel des Jahres“. Mit diesem Umsatz rangierte es an sechste Stelle sämtlicher deutscher Spielwaren. Ravensburger verkaufte von dem Titel 220.000 Exemplare, der mit einem besonderen Spielprinzip aufwartet: Die Spieler spielen nicht etwa gegeneinander, sondern klären als Team einen Diebstahl in einem Schloss auf. Eine intelligente Elektronik sorgt dafür, dass jede neue Spielrunde anders verläuft und die Attraktivität des Spiels gewahrt bleibt.

Auch bei den Puzzles verzeichnete das Unternehmen in Deutschland ein Plus. Neuheiten aus der puzzleball®-Reihe steigerten die Verkaufszahlen. Dagegen ging nach einem deutlichen Zuwachs im Jahr 2007 das Geschäft im Segment Beschäftigung zurück. Eine neue Papierwebereihe blieb nach anfänglichem Erfolg hinter den Verkaufserwartungen zurück.

Geschäftsbereich Kinder- und Jugendbuch

Erfolg bei Erstlesern und Jugendlichen

Der Geschäftsbereich Kinder- und Jugendbuch verbesserte erneut seine Umsatzzahlen. Er steigerte sich 2008 um 1,5 % auf 51,1 Mio. Euro. Das Wachstum erbrachten vor allem die Titel für Erstleser und die Jugendroma-ne. Damit zahlt sich die Strategie des Unternehmens aus, neben den klassischen Bilderbüchern das erzählende Programm weiter auszubauen und die Zielgruppe der Jugendlichen verstärkt anzusprechen. Unter den Jugendromanen befand sich auch der Bestseller des Ravensburger Buchprogramms 2008: „Die Welle“ von Autor Morton Rhue verkaufte sich knapp 350.000 Mal. Deutschlands beliebteste Kindersachbuch-Reihe „Wieso? Weshalb? Warum?®“ blieb mit ihrem Umsatz auf hohem Niveau stabil.

P2News

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