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Milliardensegen für den Finanzminister

Trotz der Turbulenzen an den internationalen Finanz- und Währungsmärkten hat die Bundesbank im vergangenen Jahr einen satten Gewinn erwirtschaftet. Der Überschuss liegt nach Informationen der ZEIT aus Finanzkreisen bei drei bis fünf Milliarden Euro. Ein Entwurf für den Jahresabschluss der Bank, der am 11. März der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll, liege intern bereits vor.

Für Bundesfinanzminister Peer Steinbrück sind das gute Nachrichten. Viele Experten hatten wegen der starken Abwertung des Dollars im vergangenen Jahr mit einem deutlich niedrigeren Gewinn gerechnet. Der Grund: Die Notenbank hat enorme Dollarreserven in ihrer Bilanz. Diese verlieren an Wert, wenn der Kurs des Greenbacks gegenüber dem Euro sinkt. Im Jahr 2003 etwa hatte der Gewinn nur noch 248 Millionen Euro betragen. Der Bundesbankgewinn fließt bis zu einem Betrag von 3,5 Milliarden Euro in den Bundeshaushalt, der Rest wird für die Schuldentilgung verwendet.

Wie es in den Finanzkreisen hieß, musste die Bundesbank zwar auch im vergangenen Jahr Abschreibungen auf ihre Dollarbestände vornehmen. Diese Einbußen würden aber mehr als wettgemacht durch höhere Zinserträge angesichts des gestiegenen Zinsniveaus.

DIE ZEIT

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