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Für ein echtes Kompliment muss man sein Gegenüber nicht gut kennen

„Ein Kompliment ist für einen Menschen wie Benzin für einen Motor“, behauptet die Wiener Psychologin und Psychotherapeutin Gerti Senger. Ihre Begründung: „Die psychosozialen Grundbedürfnisse des Menschen werden befriedigt.“ Was dazu führt, dass im Körper das Glückshormon Dopamin ausgeschüttet wird – und man sich zufrieden und zuversichtlich fühlt.

Für ein echtes Kompliment muss man sein Gegenüber nicht gut kennen. Ein im Vorbeigehen zugeworfenes „Toller Mantel!“ kann der Trägerin schnell ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Der „Kompliment-Geber“ verbreitet positive Stimmung, erntet Sympathie und wird von seiner Umwelt als Mensch mit positiver Grundhaltung wahrgenommen. Komplimente signalisieren: Ich nehme dich wahr und wertschätze bestimmte Merkmale ganz besonders. Ein Forscherteam der University of Michigan fand sogar heraus, dass Hilfsbereitschaft und soziales Verhalten die Lebenserwartung entscheidend erhöhen.

Ebenfalls wichtig ist es laut EMOTION, Komplimente offen anzunehmen. Wer sich jedes Mal windet, geht früher oder später leer aus. Und: Werden Komplimente inflationär verwendet, bleibt die Wirkung aus. Sie erscheinen dann beliebig – und werden bedeutungslos für den Empfänger.

Welche Art von Kompliment am besten ankommt, hängt auch von geographischen Faktoren ab: Die Geschmäcker unterscheiden sich von Land zu Land. So gilt die Aussage „Du bist schön wie ein Elefant“ in Afrika als Galanterie. Genauso „Du bist ein süßer Nachtisch auf zwei Beinen“ im Libanon. Hat ein Mann beruflich in arabischen Ländern zu tun, sollte er nie eine Bemerkung darüber machen, wie gut die Frau des Geschäftspartners gekocht hat – das kommt einer Majestätsbeleidigung gleich.

P2News/Gruner+Jahr AG & Co KG

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