Werbeanzeige
Home / Politik / Politik Deutschland / Die meisten Renten bleiben steuerfrei
Werbeanzeige

Die meisten Renten bleiben steuerfrei

Die meisten Rentnerinnen und Rentner müssen auch in Zukunft keine Steuern zahlen, wenn sie neben ihren Altersbezügen keine anderen größeren Einkünfte haben. Angesichts der aktuellen Diskussion über die Steuerpflicht von Alterseinkünften ist es der Bundesregierung wichtig, darauf hinzuweisen.

Richtig ist, dass seit der gesetzlichen Neuregelung von 2005 ein kontinuierlich wachsender Anteil der Renteneinkünfte steuerpflichtig ist. Also, Steuererklärung ja, allerdings muss danach nur eine Minderheit der Rentner tatsächlich Steuern zahlen.

Senioren mit kleinen und mittleren Renten bleiben steuerfrei. Bei denjenigen, die 2008 in Rente gegangen sind, bleiben pro Person 16.800 Euro steuerfrei. Eine steuerliche Belastung wird überwiegend nur für diejenigen Ruheständler entstehen, die neben einer hohen gesetzlichen Rente noch zusätzliche Einkünfte haben. Dazu zählen zum Beispiel Werkspensionen oder Betriebsrenten, Einnahmen aus Vermietung oder Verpachtung sowie Kapitalvermögen oder Einkünfte eines erwerbstätigen Ehepartners.

Berechnung der Rentensteuer

Ob und wenn ja, wie viel Steuern ein Rentner zahlen muss, hängt von dem jeweils individuellen Rentenfreibetrag ab. Der Rentenfreibetrag ist der Teil der Rente, der nicht versteuert werden muss. Für dessen Berechnung werden die Renteneinkünfte aus genau dem Jahr zugrundegelegt, in welchem die Rente erstmals bezogen wurde. Das Besondere: Ist der Rentenfreibetrag einmal ermittelt, bleibt er in den Folgejahren unverändert.

Wer seit 2005 oder einem früheren Zeitpunkt Rente bezieht, muss 50 Prozent dieser Bezüge versteuern. Der Rentenfreibetrag entspricht also genau der Hälfte der Jahresbruttorente und wird als fester Eurobetrag für die Zukunft festgelegt.

Für Rentnerinnen und Rentner, die nach der Neuregelung von 2005 erstmals Rente bezogen haben, gilt: Der zu versteuernde Anteil ihrer Bezüge steigt jährlich um zwei Prozent. Der Rentenfreibetrag verringert sich entsprechend. Jemand, der also 2006 in Rente ging, muss 52 Prozent seiner Bruttojahresrente versteuern. 48 Prozent der Bezüge werden entsprechend als Rentenfreibetrag festgelegt.

Für die Jahre 2007 und 2008 sinken die Freibeträge entsprechend 46 und 44 Prozent. Der aktuelle Satz von 42 Prozentpunkten wird sich bis zum Jahre 2020 auf 20 Prozentpunkte reduzieren. Ab dem Jahr 2040 werden dann die Renten zu 100 Prozent besteuert. Durch diese schrittweise Absenkung wird der Übergang zur nachgelagerten Besteuerung besonders schonend vollzogen.

Beispiel:

Rentner Klaus Müller, der schon 2004 Rente bezog, erhielt im Jahr 2009 eine Jahresbruttorente von 14.000 Euro. Diese Summe entspricht in etwa der aktuell durchschnittlichen Standardrente nach 45 Versicherungsjahren. Weil er keine zusätzlichen Einkünfte hat, errechnet sich hieraus ein Rentenfreibetrag in Höhe von 7.000 Euro. Er liegt damit deutlich unter dem aktuellen Grundfreibetrag von 7.834 Euro. Müller muss daher auch keine Steuern zahlen.

Der Grundfreibetrag wird im Zuge der jüngsten steuerlichen Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung für das Jahr 2010 sogar noch auf 8004 Euro erhöht. Darüber hinaus werden außerdem Werbungskosten, Sonderausgaben und Vorsorgeaufwendungen auf das zu versteuernde Renteneinkommen angerechnet.

Wer Fragen zum Thema hat, kann sich an die rund 900 Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung wenden.

Antworten zu konkreten Einzelfällen können und dürfen allerdings nur die Finanzämter, die Lohnsteuerhilfevereine oder die Steuerberater geben.

P2News

Werbeanzeige

Check Also

Annette Schavan: CDU bleibt neugierig auf die Piraten

Die stellvertretende CDU-Chefin Annette Schavan blickt wachsam auf den Erfolg der Piratenpartei. „Gerade das sich …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.