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CSU-Steuer-Konzept chancenlos

Es ist leicht, den CSU-Vorsitzenden zu verprügeln. Weshalb kommt er gerade jetzt darauf, ein neues Steuer-Konzept vorzulegen? Warum in einem Moment, wo er selbst die schlechtesten Umfrage-Ergebnisse vorzuweisen hat? Weshalb so kurz vor der Landtagswahl, bei der der stolzen CSU ein Desaster und ihm, dem Parteivorsitzenden, das Aus droht? Manchmal ist es bitter, wenn Ankündigungen parteipolitisch derart durchschaubar sind. Denn auch wenn die CDU-Vorsitzende wie auch der SPD-Chef ablehnen werden, was der Kollege von der CSU ihnen vorschlägt: In der Sache sind die Vorstellungen aus Bayern bedenkenswert. Den Eingangssteuersatz zu senken, hilft den Menschen mit der größten Angst vor dem Abstieg: der unteren Mittelschicht. Den Spitzensteuersatz nicht schon bei 50 000, sondern erst bei 60 000 Euro beginnen zu lassen, stützt jene, die den deutschen Karren ziehen. Und den Grundfreibetrag für Kinder zu erhöhen, wäre endlich einmal gerechte Familienpolitik. Schade also, dass es Huber seinen Gegnern so leicht macht.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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