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Bilden und strafen

Was mögen die Angepöbelten, Verletzten, halb Totgetretenen denken, wenn sie den erwartungsgemäß einsetzenden Beschwichtigungsversuchen in der überfälligen Debatte über mehr Wehrhaftigkeit gegen junge Kriminelle zuhören? Gäbe es nicht die eindeutigen Bahnhof-Videos (diese sinnvolle Überwachung stand jahrelang auch auf dem Index der nur beim Selbstschutz wackeren Linksliberalen), gerieten manche Opfer bald in den Verdacht, populistisch zu übertreiben. Auch wenn seine Motive mehrdeutig sind, so hat der ausgefuchste Wahlkämpfer Koch durch juristisch-politischen Reformschneid bewirkt, dass Opfer ebenso beachtet werden wie die krummen Lebensläufe der von allen guten Erziehungsgeistern verlassenen Übeltäter. Die Lehrer, Heimleiter und Psychologen haben ja Recht, wenn sie auf fehlende Erziehung zu Hause, auf Geldmangel für Bildungsarbeit hinweisen und einwenden, hartes Strafen allein helfe nicht. Aber wer sagt denn, dass man das eine tun und das andere lassen solle? Geboten ist, dies alles miteinander zu verknüpfen: derbere Strafrechts-Schüsse vor den Bug zu geben, mehr Polizisten auf Streife zu schicken und, was immer die Etats hergeben, mehr in Bildung und Erziehung zu investieren.

Rheinische Post

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