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Anlegerstudie im ersten Quartal 2012

Die Stimmung unter den Anlegern in Deutschland hat sich im ersten Quartal 2012 deutlich aufgehellt. So rechnen 28 Prozent der Befragten mit steigenden Aktienkursen in den nächsten sechs Monaten im Vergleich zu 19 Prozent im Vorquartal. Von einem wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland gehen 18 Prozent aus, zehn Prozentpunkte mehr als bei der letzten Erhebung. Gleichzeitig fürchtet die Mehrheit (84 Prozent) weiter steigende Preise bei unverändert niedrigen Zinsen (50 Prozent). Dennoch bleibt das Sparkonto mit 79 Prozent die meistgenutzte Anlageform. Dies zeigt eine Umfrage von Union Investment zum Anlegerverhalten im ersten Quartal 2012.

Die Aussichten für die Aktienmarktentwicklung in den nächsten sechs Monaten haben sich verbessert. Gut ein Viertel (26 Prozent) der Befragten erwartet leicht steigende Börsennotierungen. Im vierten Quartal 2011 waren es lediglich 18 Prozent. An stark steigende Aktienkurse glauben zwei Prozent (Vorquartal: ein Prozent). Auch der Anteil derer, die von einer Seitwärtsbewegung der Märkte ausgehen, nimmt um acht Prozentpunkte auf 32 Prozent zu. Im Gegenzug werden die pessimistischen Stimmen leiser: Während im letzten Quartal noch 45 Prozent von fallenden Kursen überzeugt waren, sind es aktuell 31 Prozent. Den optimistischeren Ausblick für Aktien teilen auch die Experten von Union Investment. “Das Umfeld für den Aktienmarkt hat sich verbessert. Die Gewinnerwartungen sind gut”, sagt Giovanni Gay, Geschäftsführer von Union Investment. Ebenso die Dividendenaussichten, denn in den letzten zwölf Jahren hätten noch nie so viele Unternehmensgewinne im Deutschen Aktienindex gesteckt. “Dazu kommen die niedrigen Bewertungen, wodurch Aktien, insbesondere von Unternehmen mit hoher Dividendenrendite, weiterhin als Anlage zu empfehlen sind”, erläutert er. Allerdings müsse nach dem starken Jahresauftakt mit temporären Rückschlägen gerechnet werden.

Konjunkturerwartungen hellen sich auf

Der zukünftigen wirtschaftlichen Lage in Deutschland blicken die Anleger ebenfalls mit mehr Optimismus entgegen. Einen konjunkturellen Aufschwung erwarten 18 Prozent, mehr als doppelt so viel als im vierten Quartal 2011 (acht Prozent). An eine gleichbleibende Situation glauben 54 Prozent gegenüber 49 Prozent bei der letzten Befragung. Nur 28 Prozent gehen davon aus, dass sich die hiesige Konjunktur eintrüben wird. Im Vorquartal lag dieser Wert noch bei 42 Prozent.

Anleger fürchten Kaufkraftverlust

Mit Blick auf die Teuerungsrate in den nächsten sechs Monaten gehen 74 Prozent von leicht steigenden Preisen aus (Vorquartal: 72 Prozent). Stark steigende Preise erwarten mit zehn Prozent drei Prozentpunkte weniger als im letzten Quartal. Unverändert bleibt der Anteil der Befragten, die von einem konstanten Preisniveau ausgehen (14 Prozent) sowie leicht fallende Preise vermuten (ein Prozent). Seit dem ersten Quartal 2010 rechnet keiner mehr mit stark fallenden Preisen. Gleichzeitig vertritt jeder Zweite die Meinung, dass die Zinsen im nächsten halben Jahr gleichbleiben. Dies ist ein Anstieg um neun Prozentpunkte im Vergleich zum letzten Quartal. Demgegenüber nimmt der Anteil derer, die von fallenden Zinsen überzeugt sind, um sieben Prozentpunkte auf knapp ein Fünftel (19 Prozent) ab. Mit steigenden Zinsen rechnen nahezu unverändert 27 Prozent (Vorquartal: 28 Prozent).

Sparkonto vor Preissteigerungen nicht gewappnet

Obwohl die Anleger für die Entwicklung der Aktienmärkte sowie der Konjunktur wieder positiver gestimmt sind und auch nur 26 Prozent der Befragten ihr Sparkonto vor der Inflation geschützt sehen, setzen sie ihre Erwartungen nicht in ihrer Geldanlage um. Grund dafür ist das nach wie vor sehr hohe Sicherheitsbedürfnis. Für mehr als die Hälfte der Anleger (57 Prozent) steht der Aspekt der Sicherheit an erster Stelle bei ihrer Geldanlage (Vorquartal: 61 Prozent). Deutlich wird dies an der hohen Besitzquote des Sparkontos (79 Prozent). Gay rät daher: “Statt den Kopf in den Sand zu stecken und ihr Vermögen weiterhin auf Sparkonten zu parken, sollten Anleger in höher rentierliche Anlageformen wie beispielsweise Aktien investieren.” Denn wer das Sparkonto derzeit nutzt, hätte sogar einen realen Vermögensverlust, da die Renditen von maximal 0,5 Prozent weit unter der Geldentwertung liegen. “Anleger, deren individuelles Risikoprofil eine Anlage in Aktien nicht zulässt, können sich bereits mit kleinsten Beiträgen an Offenen Immobilienfonds beteiligen und sich so vor Preissteigerungen schützen. Durch die breite Streuung des Fondsvermögens über unterschiedliche Wirtschaftsregionen, Standorte, Nutzungsarten sowie Mietlaufzeiten erzielen sie stetige Erträge, die nur zum Teil versteuert werden müssen”, so Gay.

P2News/Union Investment

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