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Zu wenig Organe: Viele Todkranke warten vergeblich

Leben retten – nur mit einer Unterschrift. Warum sollte jemand das nicht wollen? Es geht um die Unterschrift auf dem Organspender-Ausweis, um die Bereitschaft, nach dem eigenen Tod Organe für Todkranke zu spenden. Hausarzt Dr. Markus Klett vom Ärzteverbund MEDI Deutschland weiß, welche große Bedeutung die Organspende hat.

Gerade aufgrund unserer heutigen technischen Möglichkeiten, in operativer Hinsicht, was wir als Ärzte heute alles können, bei Krankheiten noch helfen, wo früher keine Aussicht war, ist die Organspende heute ein ganz wichtiger Punkt. Viele Menschen könnten ein ganz normales Leben wieder führen und gesund alt werden, wenn sie die Möglichkeit der Verpflanzung eines Organs hätten.

Die Betonung liegt dabei auf dem „wenn“. Denn immer weniger Deutsche sind tatsächlich bereit, Organspender zu werden.

Dr. Markus Klett Ich habe aktuelle Zahlen, dass momentan auf der Warteliste ca. 12.000 Patienten stehen hier in Deutschland, und dass gerade mal für das Jahr 2008 im ersten Halbjahr knappe 600 Organe dafür bereitstanden.

Dieses Missverhältnis heißt für die betroffenen Patienten: viele warten vergeblich auf die lebensrettende Niere oder Leber, auf ein Spenderherz oder eine Bauchspeicheldrüse – und sterben deshalb. Dass so wenige Deutsche Organspender sein wollen, liegt für den MEDI-Arzt an unserem Verhältnis zum Thema Tod, besonders wenn es um einen selbst geht.

Dr. Markus Klett Das ist bei uns nach wie vor ein Tabuthema. Das heißt, man befasst sich nicht damit und will auch eigentlich nichts davon wissen.

Dabei könnte jedes gespendete Organ buchstäblich ein Menschenleben retten, wie Dr. Klett in seiner Praxis schon selbst erlebt hat:

Dr. Markus Klett Es ist einfach, wie wenn einem neues Leben eingepflanzt wird. Ich habe ja solche Situationen jetzt schon mehrfach in der eigenen Praxis auch begleiten dürfen. Und es ist einfach eine Freude, wenn man sieht, dass der Patient, der vielleicht vorher sterbenskrank war, wieder wie ein ganz normaler Mensch unter uns ist und 10 Jahre, 20 Jahre, 30 Jahre damit leben kann. Es ist wunderbar, wenn man das sieht, und insofern weiß man dann die Segnungen dieser Organ-Transplantationen zu schätzen.

Organspender werden ist ganz einfach. Unter www.organspende-info.de gibt’s alle Infos, und Sie können den Ausweis direkt ausfüllen und ausdrucken. Wer denn überhaupt Organspender werden kann, wird MEDI-Hausarzt Dr. Klett immer wieder gefragt. Seine Antwort: Jeder und jede, außer bei akuter Krebserkrankung oder positivem HIV-Befund. Ansonsten gibt es keine Einschränkungen – auch nicht im hohen Alter.

Dr. Markus Klett Es gibt Menschen, die mit 80 Jahren solche Organe haben, wie sie manchmal ein 20- bis 30-Jähriger – je nachdem, wie er mit seiner Gesundheit hausieren gegangen ist, nicht mehr hat. Aber ich denke, wir müssen uns darum nicht sorgen.

Denn vor der eigentlichen Transplantation wird jedes Organ noch einmal von Experten genau unter die Lupe genommen. Übrigens: In Deutschland wurden seit der ersten Nierentransplantation 1963 fast 89.000 Organe erfolgreich verpflanzt. Fast 9 von 10 transplantierten Organen funktionieren auch noch nach einem Jahr; nach fünf Jahren sind es immerhin noch knapp drei Viertel. Die Organspende – neues Leben für todkranke Menschen.

P2news

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