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Zu viel Licht macht krank

Licht schafft Orientierung. Diese vermeintliche Binsenweisheit hat eine fatale Kehrseite, wie die Zeitschrift WUNDERWELT WISSEN in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet. „Falsches“ Licht kann auch Desorientierung schaffen.

Betroffen sind etwa die Milliarden von Insekten, die nachts die helle Straßenbeleuchtung bis zur Erschöpfung und zum Tod umschwärmen. Untersuchungen im Jahr 2000 ergaben, dass an nur einer einzigen der insgesamt rund 6,8 Millionen deutschen Straßenlaternen während einer Sommernacht durchschnittlich 150 Insekten zugrunde gehen. Ähnlich verheerend wirken sich zum Beispiel Suchscheinwerfer oder auch die Gasfackeln auf Ölplattformen aus. Ihre Lichthöfe ziehen Vögel magisch an und fangen sie buchstäblich ein. Die Tiere umkreisen den hellen Schein so lange, bis sie schließlich abstürzen.

Folgenreiche Irritationen in der Tierwelt sind aber bei weitem nicht die einzigen negativen Folgen, die Lichtverschmutzung auslösen kann. Manche Mediziner sehen in ihr sogar eine tödliche Gefahr für Menschen. Weil der Organismus nur bei vollkommener Dunkelheit das Hormon Melatonin produzieren kann, stört fehlende Dunkelheit diesen Hormonhaushalt, über den zum Beispiel auch der Tag-Nacht-Rhythmus gesteuert wird. Melatonin wird aber auch zur Regeneration und zur Zellerneuerung benötigt. Bei fehlender Melatoninbildung ist eine Zunahme verschiedener Krebsarten zu beobachten.

Besonders alarmierend sind die Ergebnisse einer Studie, die von der Universität Haifa 2008 während des 8. Europäischen Symposiums zum Schutz des Nachthimmels in Wien vorgestellt wurde. Danach tritt Brustkrebs bei Frauen, die in stark beleuchteten Regionen leben, bis zu 37 Prozent häufiger auf als bei Frauen, deren Wohnorte nur durchschnittlich hell sind.

P2News/Gruner+Jahr AG & Co KG

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