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Zeitarbeit – Sklavenhandel oder Zukunftschance?

Zeitarbeit – Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz nennt sie Leiharbeit. Personaldienstleistungsunternehmen stellen Arbeitnehmer ein und verleihen sie zum Arbeitseinsatz an andere Unternehmen.
Kaum ein anderes Phänomen der Arbeitswelt ist derzeit so umstritten wie Zeitarbeit.

Zeitarbeit hat in den vergangenen zwei Jahren entscheidend zur Senkung der Arbeitslosigkeit in Deutschland beigetragen.
Allerdings wurde in den vergangenen Monaten immer wieder öffentlichkeitswirksam von Lohn- und Sozialdumping durch Zeitarbeitsfirmen berichtet.
Einzelne Unternehmen haben Teile ihrer Stammbelegschaft ausgegliedert und leihen sie zu niedrigeren Löhnen ins Unternehmen zurück

Wie können Missbrauchsfälle wie diese verhindert werden?
Bedarf es Restriktionen für den Einsatz von Zeitarbeitnehmern?
Sind gesetzliche Änderungen nötig?
Ist ein Mindestlohn in der Branche die richtige Antwort?

Arbeitgeber bemühen sich darum, dass ihre Branchen ins Entsendegesetz aufgenommen werden.
Dabei geht es nicht um die Verhinderung von Wettbewerb.
Es geht vielmehr darum menschenunwürdige Löhne zu verhindern.

Deutschland will den Mindestlohn, so die SPD.
Nur die Union blockiert und verschleppt den Mindestlohn, wo sie kann.
Offenbar haben CDU und CSU immer noch nicht verstanden, dass der Mindestlohn gut ist für Deutschland
und die große Mehrheit der Menschen ihn zu Recht will.

Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt im Jahr 2007 brachte wenig Verbesserung hinsichtlich der Einkommensverhältnisse.
Sie kommt dieses Wachstum bisher nur einem kleinen Teil der Gesellschaft zu Gute.

Die Bruttoeinkommen sind preisbereinigt 2007 gesunken, wie bereits in den vergangenen Jahren.
Das Plus von 600 000 neuen Arbeitsplätzen entfällt zur Hälfte auf Leiharbeit,
die mit bis zu 50 Prozent weniger Lohn entgolten wird als die
gleiche Arbeit in regulären Beschäftigungsverhältnissen.

Insgesamt arbeiten zur Zeit ca. 800 000 Menschen in Leiharbeit,
2,5 Millionen arbeiten befristet, 5 Millionen ausschließlich in Minijobs,
2 Millionen Menschen müssen sich durch Minijobs etwas dazuverdienen.
5,5 Millionen beschäftigte erhalten Stundenlöhne unter 7,50 Euro,
davon arbeiten 1,9 Millionen zu Löhnen unter 5 Euro.

Für diese Menschen ist Altersarmut vorprogrammiert.
Besonders Frauen werden auf unsichere Beschäftigungsverhältnisse
abgeschoben und mit niedrigen Löhnen abgespeist.

Die anständige Entlohnung von Mitarbeitern darf nicht zum Auslaufmodell werden.

Redaktion: P2news.com

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