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Zeit zu Leben: Flexibleres Arbeiten durch Zeitwertkonten

Entspannung, Freizeit und Arbeitsausgleich spielen für die meisten Menschen eine wichtige Rolle. Dennoch sammelten die Deutschen allein 2007 über 1,4 Milliarden Überstunden an. So mancher kann bei diesem Thema aus eigener Erfahrung sprechen:

„Also im Moment habe ich wirklich das Gefühl, ich lebe nur noch, um zu arbeiten! In der Firma ist so viel los – auch gerade, weil wir unterbesetzt sind – dass ich massig Überstunden schieben muss und Urlaub ist da kaum drin. Also ewig kann das wohl nicht weitergehen.“

Der Gedanke, unter Umständen bis zum 67. Lebensjahr voll durchzuarbeiten, bereitet vielen Arbeitnehmern heute schon Kopfschmerzen. Diejenigen, die nicht für die gesetzliche Altersteilzeit in Frage kommen, müssen bei einem vorzeitigen Eintritt in den Ruhestand Kürzungen der Rentenzahlungen in Kauf nehmen. Eine Möglichkeit, den Lebensabend jedoch nicht erst am Lebensende zu genießen, sind sogenannte Zeitwertkonten. Arbeitgeber, die dieses Modell anbieten, vereinbaren mit ihren Beschäftigten, dass diese Zeit- oder Geldwerte einzahlen, von denen sie zu einem späteren Zeitpunkt profitieren. Daniel Jaeckel, Experte der Gothaer, erklärt das Prinzip:

„Arbeitnehmer können auf ein Zeitwertkonto Überstunden oder Resturlaub einzahlen. Das wird dann in einen Geldbetrag umgewandelt. Alternativ können sie auch Teile des Bruttolohns abführen. Möchte der Arbeitnehmer später seine Arbeitszeit reduzieren oder vorzeitig in den Ruhestand gehen, wird das angesammelte Kontoguthaben wieder ausgezahlt. Er erhält also dann sein volles Gehalt und ist obendrein vollständig sozialversichert.“

Darüber hinaus lassen sich Zeitwertkonten auch für berufliche Auszeiten vor dem Rentenalter nutzen. Wie beispielsweise für die lang ersehnte Fernreise. Wer also befürchtet, die Früchte seiner harten Arbeit nicht ausreichend genießen zu können, ist gut beraten seinen Arbeitgeber lieber früher als später auf das Modell anzusprechen. Sonst läuft einem am Ende womöglich noch die kostbare Zeit davon.

P2News/Gothaer

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