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Zecken – Die kleinen Plagegeister für Katzen

Wenn im Frühjahr das Thermometer wieder Plusgrade anzeigt, beginnt wieder die Zeckenzeit. Zecken werden ab Temperaturen von 10 °C aktiv, und halten sich vornehmlich in Gräsern und Sträuchern auf. Streift eine Katze daran vorbei, hält sich die Zecke am Fell fest und begibt sich auf die Suche nach einer geeigneten Stichstelle.

Sehr zum Leidwesen ihres Besitzers wird die eine oder andere Katze bestimmt schon die erste Zecke, oder auch Holzbock genannt, mit nach Hause gebracht haben. Zecken gehören zu den Spinnentieren und können mit ihrem Biss Krankheiten auf ihren Wirt übertragen.

Was passiert bei einem Zeckenstich?

Zecken krabbeln meist bis zu einer Stunde auf ihrem Wirt auf der Suche nach einer geeigneten Stichstelle. Bei Katzen sind dies meist Stellen wie Ohren, Augenbereich, in den Achselhöhlen oder an der Innenseite der Schenkel. Wenn die Zecke einen geeigneten Platz auserkoren hat, ritzt sie mit ihren Kieferklauen die Haut an, um sich dann mit dem sogenannten Hypostom in der Haut zu verankern. So an der Katze befestigt kann die Zecke nun über mehrere Tage das Blut aus der kleinen Wunde lecken. Bevor die Zecke jedoch mit der Nahrungsaufnahme beginnt, gibt sie Speichel in die Wunde ab, der aus mehreren unterschiedlichen Komponenten besteht. Damit der Blutfluss nicht versiegt und der Saugrüssel der Zecke nicht verstopft enthält der Speichel der Zecke einen Gerinnungshemmer. Damit die Zecke nicht frühzeitig abfällt, verwendet sie eine Art Kleber, mit welchem sie fest in der Haut der Katze verankert ist. Damit die Katze den Stich nicht spürt und die Zecke abgekratzt oder abgeleckt wird, führt die Zecke der Stichstelle über den Speichel eine Art Betäubungsmittel zu. Um die natürliche Immunabwehr der Katze gegen die Einstichstelle zu unterdrücke, werden zudem entzündungshemmende Stoffe in die Wunde verabreicht.

Wie geschieht die Übertragung von Krankheiten?

Dadurch, dass eine Zecke während der Nahrungsaufnahme ständig unverdauliche Nahrungsreste in den Wirt zurück würgt, kann es auf diesem Weg zu einer Übertragung von Krankheitserregern auf die Katze kommen.

Welche Krankheiten können übertragen werden?

Die häufigsten Krankheiten und Erreger, die bei einem Zeckenbiss auf die Katze übertragen werden können, sind Borreliose, FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und Babesien. Wie genau die verschiedenen Symptome aussehen ist schwer zu bestimmen. Hat man bei der Katze eine Zecke entdeckt und entfernt, sollte man sie die nächsten Wochen gut beobachten. Sollten sich Verhaltensänderungen bemerkbar machen sollte unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden. Glücklicherweise sind Katzen aber relativ widerstandsfähig gegen von Zecken übertragene Krankheitserreger.

Zecken richtig entfernen und vorbeugen

Kommt die Katze vom Freigang zurück sollte man sie gleich auf Zecken absuchen. Meist krabbeln die Zecken noch lose im Fell und sind daher leicht zu entfernen. Hat sich eine Zecke in der Haut festgebissen, sollte sie mit einer Zeckenzange möglichst nah an der Haut gegriffen werden und schnell und kräftig herausgedreht werden. Auf keinen Fall sollten Kleber, Alkohol oder andere Substanzen auf die Zecke geträufelt werden, da sie dadurch angeregt wird, noch mehr Speichel in die Wunde abzugeben. Vorbeugend kann man den Katzen sogenannte Spot-On-Präparate in den Nacken aufbringen. Auch Katzenhalsbänder können vor einem Zeckenstich schützen, sollten aber regelmäßig erneuert werden. Zudem sollten Halsbänder einen Sicherheitsverschluss haben, damit sich die Katze nicht strangulieren kann, wenn sie mit dem Halsband irgendwo hängen bleibt.

P2News/arzneimittel.de

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