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Würstchen, Blumen und Gerichte

Was wäre ein Balkon ohne Pflanzen und Blumen? Grundsätzlich ist dagegen nichts einzuwenden, solange niemand durch Gießwasser oder überlange Rankpflanzen gestört wird

Mit der warmen Jahreszeit wird der Balkon für viele zum zweiten Wohnzimmer. Damit das nachbarschaftliche Zusammenleben gut funktioniert, gibt es jedoch auch hier Regeln, unabhängig ob man Mieter oder Eigentümer ist. „Häufigster Streitpunkt ist das Grillen“, erklärt Anne Kronzucker, Juristin der D.A.S Rechtsschutzversicherung. „Ein gesetzliches Verbot gegen das Grillen auf dem Balkon gibt es nicht. Solange es die Gemeinschafts- bzw. Hausordnung nicht verbietet, steht dem gelegentlichen Brutzeln von Würstchen auf dem Balkon nichts im Wege. Allerdings ist jeder verpflichtet, darauf zu achten, dass nicht zu viel Qualm entsteht und dieser nicht in die Nachbarwohnungen zieht.“ Leider fehlt es oft an Rücksicht auf der einen und Nachsicht auf der anderen Seite, sodass immer wieder Streitigkeiten um das Grillen die Gerichte beschäftigen. Diese entscheiden sehr unterschiedlich, wann der Qualm und die Gerüche für den Nachbarn nicht mehr hinnehmbar sind.

Selbst Blumenschmuck kann zu Verstimmungen führen, wenn beim Gießen der Kaffeetisch des Nachbarn im darunter gelegenen Stockwerk in Mitleidenschaft gezogen wird. Natürlich kann man auf seinem Balkon Blumentöpfe oder einen unauffälligen Sichtschutz durch Kletterpflanzen anbringen. Diese müssen jedoch regelmäßig beschnitten werden, damit sie nicht auf den Nachbarbalkon wuchern. Zudem darf niemand durch Gießwasser oder herabfallende Blätter gestört werden. Blumenkästen sollten daher auf der Balkoninnenseite angebracht und der Balkon regelmäßig gereinigt werden. „Systeme zur Tröpfchen-Bewässerung oder Blumenkästen mit Bewässerungssystemen können Ärger beim Gießen schon im Vorfeld vermeiden und sind der perfekte Pflanzensitter im Urlaub“, rät dazu die D.A.S.-Expertin. Die Kästen beim nächsten Herbststurm am Besten abnehmen, denn werden sie herunter geweht, haftet der Eigentümer für entstandene Schäden.

Mieter sollten darauf achten, bei Verschönerungsaktionen auf dem Balkon das Mauerwerk möglichst wenig zu beschädigen, denn beim Auszug muss alles wieder im ursprünglichen Zustand sein. Alle Veränderungen am Balkon, die das äußere Bild des Hauses betreffen, wie beispielsweise Markisen, Verglasungen oder Fangnetze für Katzen unbedingt mit dem Vermieter oder der Eigentümergemeinschaft absprechen. So gilt eine Markise als bauliche Veränderung und muss, wenn unerlaubt angebracht, wieder auf eigene Kosten entfernt werden. Auch ist in machen Wohnanlagen darauf zu achten, dass Balkone und Dachterrassen einheitlich gestaltet sind. Wer vorab mit seinen Nachbarn, dem Vermieter, der Hausverwaltung oder der Eigentümergemeinschaft klärt, ob geplante Veränderungen stören, vermeidet unnötige Streitigkeiten, die nicht selten vor Gericht landen.

P2News

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