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Wirtschaft und Wahl

Es ist bemerkenswert, wie schnell Amerika seine Prioritäten verschiebt. Nach dem Schock des 11. September 2001 war es lange die Angst vor dem Terror, die ganz oben auf der Liste stand. Abgelöst wurde sie vom Unmut über den Krieg im Irak, wo sich die US-Armee in eine Situation hineinmanövrierte, die fatal an Vietnam erinnerte. Neuerdings kommen aus Bagdad nicht mehr nur Hiobsbotschaften, sondern auch Nachrichten einer langsamen, vielleicht auch nur vorübergehenden Normalisierung. Nun rückt ein anderes Thema auf der Prioritätenskala ganz nach vorne. Der Zustand der Wirtschaft. Im Heimatland des Optimismus grassiert die Angst vor Jobverlust und finanziellem Ruin. Im Auto-Staat Michigan, wo einst die Fließbänder Henry Fords die Arbeitswelt umkrempelten und wo heute triste Industriebrachen über weite Teile das Bild prägen, nennt jeder Zweite die Wirtschaft als das Thema, das ihm am meisten unter den Nägeln brennt. Was der Stimmungswandel für den Wahlkampf bedeuten kann, hat Michigan angedeutet. Mitt Romney feierte dort sein Comeback, der im republikanischen Bewerberreigen bereits als Auslaufmodell galt. Beliebt ist er nicht, aber kompetent als Fachmann für Wirtschaftsfragen.´

Rheinische Post

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