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Rohstoffversorgung – Politik verursacht Engpässe

Die kräftig gestiegenen Energiepreise werfen die Frage auf, wie sicher die Versorgung mit den wichtigsten Grundstoffen für die Industrieproduktion im rohstoffarmen Deutschland ist. Das Rohstoffversorgungs-Risiko-Rating des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat nun jene Stoffe identifiziert, bei denen es über kurz oder lang zu Engpässen kommen könnte. Ein beruhigendes Ergebnis: Die Verfügbarkeit von Erdöl und Erdgas gilt zurzeit als unkritisch, weil relativ viele Länder und Unternehmen als Anbieter auf dem Weltmarkt auftreten. Kritisch sind die Perspektiven dagegen bei Metallen wie Chrom, Molybdän und Niob, die zur Herstellung von Edelstahl und in der Chemischen Industrie verwendet werden. Diese Stoffe sind nicht ohne weiteres durch andere Materialien ersetzbar. Zudem werden die Metalle nur von wenigen Ländern und Unternehmen angeboten – die Niob-Vorkommen etwa entfallen zu 99 Prozent auf Brasilien, Kanada und Australien und werden zu 80 Prozent lediglich von drei Firmen kontrolliert. Diese Marktmacht ermöglicht es, die Versorgung politisch zu verknappen – z. B. durch Exportbeschränkungen. Gefragt ist daher eine internationale Wirtschaftspolitik, die den Freihandel fördert, Investitionssicherheit schafft und die Suche nach neuen Produktionsverfahren unterstützt.

IW, P2news

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