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Wieczorek-Zeul verteidigt Hilfen für Schwellenländer

Rekord-Neuverschuldung kein Grund für Einsparungen

Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) hat die finanziellen Hilfen Deutschlands für Schwellenländer wie Brasilien oder Indien verteidigt. „Ich rate jedem, genauer hinzuschauen“, sagte die Ministerin der Saarbrücker Zeitung. „Dabei handelt es sich nicht um Entwicklungshilfe.“

So arbeite man zum Beispiel mit Brasilien im Tropenwaldschutz zusammen. „Wenn Brasilien nur sein eigenes wirtschaftliches Fortkommen im Auge hätte, wäre der Tropenwald längst abgeholzt mit unabsehbaren Folgen für das Klima auf der ganzen Welt“, betonte Wieczorek-Zeul.

Trotz der Rekord-Neuverschuldung des Bundes von bis zu 50 Milliarden Euro lehnte die Ministerin Einsparungen bei der Entwicklungshilfe ab. „Ich erwarte eine solche Diskussion nicht“, sagte sie. Die Bundesregierung werde hingegen ihre Zusage einhalten, „die Entwicklungshilfe bis 2015 auf 0,7 Prozent unseres Bruttosozialprodukts zu erhöhen“. Jeder wisse inzwischen, dass die Entwicklungs- und Schwellenländer nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung seien. „Sie haben das weltweite Wachstum jahrelang stabilisiert und vorangebracht“, so Wieczorek-Zeul. Entwicklungshilfe sei daher auch im deutschen Interesse. Die Ministerin gibt heute im Bundestag eine Regierungserklärung ab.

P2News

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