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Wie müde Muckis munter werden

„Sport ist Mord“, heißt es im Volksmund. Dabei ist Bewegung gesund – zumindest, wenn man nicht den gängigen Fitness-Irrtümern aufsitzt. Was es damit auf sich hat, erklärt Dr. Detlef Schmidt, Sportmediziner im AOK-Bundesverband.

Selten erfreuen sich Menschen so sehr an Schmerzen wie beim Muskelkater. Denn: Je doller die Pein, desto effektiver muss das Training gewesen sein. Irrtum! Schmerzende Muskeln sind vielmehr ein Zeichen für winzige Verletzungen der Muskelfasern, die entstehen, wenn Muskelzellen durch ungewohnte Belastung überbeansprucht werden. „Bei zu starker Belastung ermüden die Muskeln. Sie können schnelle Abbremsbewegungen nicht mehr ausreichend abfedern“, so Schmidt.

Auch die Theorie, dass Stretching vor Muskelkater schützt, ist damit hinfällig. Diese stammt aus einer Zeit, als Stretching noch „Dehnübungen“ hieß: Anfang der 60er-Jahre empfahlen Wissenschaftler selbige zur Auflockerung, weil sie fälschlicherweise davon ausgingen, dass Muskelkater Folge einer verkrampften Muskulatur sei. „Dennoch sollten sich Sportler Zeit zum Dehnen nehmen: Denn wer steif und unbeweglich ist, ist anfälliger für Verletzungen“, empfiehlt der Sportmediziner. Um Muskelkater effektiv vorzubeugen, sollte man nicht an seine Schmerzgrenze gehen, sondern gemäßigt, aber regelmäßig trainieren und zwischendurch kurze Pausen einlegen. Übermäßiger Fitnesswahn hingegen ist eher ungesund.

Mythen und Halbwahrheiten kursieren auch um die richtige Sportlerernährung. Gerne wirbt die Industrie damit, dass Nahrungsmittel mit Zusätzen angeblich schneller fit machen. Häufig jedoch richten diese eher Schaden an. So können Nahrungsergänzungsmittel Allergien auslösen. Falsch ist auch die Annahme, die zusätzliche Einnahme von Proteinen durch Eiweißpräparate könne den Muskelaufbau beschleunigen. Vielmehr kann die Aufnahme von zu vielen Proteinen Nierenprobleme verursachen. Das Eiweiß, das über die normale Nahrung aufgenommen wird, ist vollkommen ausreichend für das Muskelwachstum. „Wer Muskeln aufbauen möchte, muss vor allem regelmäßig trainieren“, weiß Schmidt.

Sogenannte Fitness-Drinks sind in der Regel ebenfalls nicht notwendig. Viele der beigemischten Stoffe sind schlichtweg überflüssig. Zudem sind „Sportlergetränke“ oft sehr kalorienreich und zumeist überteuert. Bei sportlichen Aktivitäten, die weniger als eine Stunde dauern, ist Wasser der beste Durstlöscher. Lediglich Natrium und Kohlenhydrate sollten Sportler bei längerem Training zu sich nehmen. Normales Mineralwasser enthält ausreichend Natrium. Mit Fruchtsaft als Schorle gemischt, kann es den Bedarf an Mineralien und Kohlenhydraten leicht decken.

P2News/News-Reporter

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