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Wie Deutschland den „heiligen Krieg“ des Islam entfesseln wollte

„Die ganze mohammedanische Welt zum wilden Aufstande zu entflammen“ und „den Fanatismus des Islam zu erregen“ – dies war der Auftrag an eine kaiserliche Expedition in den Hindukusch, die aufbrach, im Ersten Weltkrieg eine Front gegen die Engländer in Indien zu eröffnen. Grotesk wie das Ansinnen war auch der Verlauf des in der aktuellen Ausgabe von GEO nachgezeichneten Unternehmens.

Autor Wolfgang Michal, der in Archiven des Auswärtigen Amtes zufällig auf die „Revolutionierung des Orients“ stieß, hat die „auswärtige Expedition im Interesse des Reichs“ als eine Aneinanderreihung absurder Pläne und Geschehnisse rekonstruiert: Start im Juli 1915, Scheitern am 21. Mai 1916. In den Monaten dazwischen gelangen zwei Expeditionscorps unter konkurrierender deutscher Leitung bis nach Afghanistan, wo sich die Deutschen unter anderem an der Modernisierung einer Waffenfabrik und der Reorganisation der afghanischen Armee versuchen, Befestigungsanlagen aufbauen und Schießübungen veranstalten lassen. Als der Emir von Kabul schließlich doch nicht für den geplanten Krieg zu gewinnen ist, müssen sich die Deutschen auf abenteuerlichen Fluchtwegen zurückziehen.

In Afghanistan scheint die hierzulande weithin unbekannte Mission zur Aufstachelung des Islam bis heute in Erinnerung zu sein. „Unsere Freundschaft begann schon im Ersten Weltkrieg“, zitiert GEO den afghanischen Staatspräsidenten Hamid Karzai.

GEO, P2news

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