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Westerwelle am seidenen Faden

Das Schicksal Guido Westerwelles hängt am seidenen Faden. Seit er den FDP-Vorsitz verlor, ist er Außenminister von Parteichef Röslers Gnaden. Und auch die Kanzlerin hält ihn wohl nur, um die Erosion von Schwarz-Gelb nicht noch voranzutreiben. Stark war dieser Chefdiplomat der Deutschen noch nie. Jetzt verpasst er auch noch die Chance, aus seinen Fehlern zu lernen.

Kein Hauch von Selbstkritik bei Westerwelle, weil er Deutschland mit einem entschiedenen „Jein“ zum NATO-Einsatz gegen Libyens Diktator Gaddafi in die Isolation trieb. Keine Korrektur offenkundiger Fehleinschätzungen der Lage in Nordafrika. Stattdessen stellt er sich an die Spitze der Bewegung, wenn jetzt – nach über 8000 NATO-Flügen gegen Gaddafis Trutzburgen – das nahende Ende Gaddafis auf Lob und Erleichterung stößt. Er will am Erfolg teilhaben, trotz der Irrtümer, denen er unterlag. Die aber sind nicht so schnell vergessen, wie er offenbar hofft.

Hätte die NATO keine Bomber geschickt, wären Libyens mutige Rebellen mit Sicherheit nicht mehr am Leben. Das sollte Westerwelle offen eingestehen, statt jetzt auch noch zu lavieren. Schlimm genug war, dass sein Kabinettskollege und Verteidigungsminister Thomas de Maizière mit einem Truppenangebot den Kursschwenk vornahm, der die Bündnispartner besänftigen sollte. Nun wird sich Deutschland mit hohen Summen freikaufen müssen. Im Wiederaufbau ist es gut.

P2News/Neue Osnabrücker Zeitung

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