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Wenn die Seele weint

Die häufigsten psychischen Erkrankungen im Alter sind Demenz und Depression. Während erstere relativ schnell diagnostiziert werden kann, werden die Symptome einer Depression oft als Begleiterscheinung des Alters angesehen. Speziell ältere Patienten, die an einer körperlichen Erkrankung leiden und in einem Alten- oder Pflegeheim leben, haben ein deutlich erhöhtes Depressionsrisiko. Darüber hinaus steigt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit zunehmendem Alter die Suizidrate. Das Nachrichtenportal news.de berichtet über Depressionen im Herbst des Lebens.

Fast jeder Fünfte in Deutschland erkrankt einmal im Leben an einer Depression. Laut Professor Ulrich Hergerl, Leiter der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie der Universität Leipzig, ist vor der tabuisierten Erkrankung keiner gefeit. Die Auslöser für Depressionen sind vielfältig. Neben tragischen Schicksalsschlägen können auch Erfolgserlebnisse, zum Beispiel eine Beförderung, zum Ausbruch der Krankheit führen, weil der Erwartungs- und Leistungsdruck zunimmt. Das Risiko, eine Depression zu erleiden, ist im Alter oft höher. Grund hierfür sind körperliche Erkrankungen, Verlusterlebnisse oder ein Gefühl der Taubheit und Hilflosigkeit bezüglich der eigenen Lebensumstände. Betroffene suchen die Schuld meist bei sich selbst, wodurch Hilfe von außen an ihnen abprallt.

Im Gegensatz zur Demenz, die schleichend vorangeht, verläuft die typische Depression episodenartig. Antriebs- und Hoffnungslosigkeit, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und Konzentrationsstörungen sind Folgen des ständigen Grübelns. Der Weg zurück in die Gesundheit ist zwar steinig, aber er gelingt in den meisten Fällen. Wichtige Behandlungsinhalte sind Medikamente und Verhaltenstherapien. Das Vertrauen des Patienten in den Therapeuten ist von entscheidender Bedeutung.

P2News/unister

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