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Wenig Interesse der deutschen Radsport-Teams an Doping-Sünder Jörg Jaksche

Für den geständigen Doping-Sünder Jörg Jaksche dürfte es schwer werden, in Deutschland einen neuen Arbeitgeber im Radsport zu finden. Der Radrennfahrer hatte im Sommer Doping zugegeben und wurde vom österreichischen Radsportverband, mit dessen Lizenz er startet, für ein Jahr, bis zum 2. Juli 2008, gesperrt.

Derzeit läuft seine Klage, die Sperre zu verkürzen.

stern.de, das Online-Magazin der Hamburger Zeitschrift stern, befragte die führenden Figuren des deutschen Radsports, ob sie planen, Jörg Jaksche zu verpflichten: “Dem einen Vertrag geben?”, fragt Gerolsteiner-Boss Hans-Michael Holczer zurück. “Damit brauche ich im Hause Gerolsteiner niemandem zu kommen. Dort ist man nicht zufrieden mit dem Umfang dessen, was Jaksche ausgesagt hat.”

Bei T-Mobile sind die Reaktionen verhalten: Manager Bob Stapleton sagt zwar, prinzipiell stehe “die Tür für jeden offen, der den Radsport verändern will. Das gilt auch für Jaksche”. Teamsprecher Stefan Wagner aber präzisiert: “Es gibt zurzeit keine Gespräche mit Jörg Jaksche.”

Bei Milram, für das unter anderem der deutsche Sprinter Erik Zabel fährt, gilt Jaksche als unerwünschte Person. “Ein guter Katholik hätte früher die Absolution bekommen”, sagt der Gerry van Gerwen, der das Team Milram managt. “Aber heute muss sich der Radsport von Dopingsündern befreien.”

Rudolf Scharping, Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), kündigte immerhin an, sich für den geständigen Doper einzusetzen: “Jaksche weiß, wie er mich erreichen kann.” Allerdings fordert Scharping, dass Jaksche noch umfänglicher aussagt: “Wir wollen ihm helfen, wenn er alles auf den Tisch packt. Die meisten Geständigen reden immer nur über sich und allenfalls noch über Ärzte.”

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