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Welternährungskonferenz in Rom

Es gehört zu den größten Skandalen der Menschheits geschichte, dass im 21. Jahr hundert 860 Millionen Men schen Hunger leiden – also rund jeder achte Erdenbürger.

Die Ursachen sind vielfältig. Da gibt es gewissenlose Diktatoren wie den Präsidenten Simbab wes, Robert Mugabe, der sein einst blühendes Land des eige nen Machterhalts wegen in die Hungerkrise trieb. Da gibt es den Klimawandel, der die Pro duktionsbedingungen schon jetzt und künftig umso mehr drastisch ändert. Da gibt es Na turkatastrophen, die Ernten und Böden auf Jahre verder ben. Da gibt es aber auch rei che Länder wie die der EU, die zur Stützung ihrer Wirtschaft mit vom Steuerzahler herunter subventionierten Lebensmit teln Agrarzweige in der Dritten Welt kaputtkonkurrieren. Auf Kosten der Ärmsten der Ar men. Eine Schande und ein Skandal im Skandal.

So unterschiedlich die Ursa chen, so unterschiedlich die Lösungsansätze. Natürlich muss, wie es regelmäßig ge schieht, bei akuten Krisen die Maschinerie der internationa len Organisationen anlaufen, um mit Soforthilfe möglichst viele Leben zu retten. Doch das reicht nicht. Langfristig ist den Armen nur gedient, wenn sie zur Selbsthilfe befähigt werden und faire Handelsbedingungen erhalten. Die Lösung der Hun gerkrisen ist in erster Linie ein Gebot der Menschlichkeit, aber auch eins des Selbstschutzes. Soll die Zahl der Elendsflücht linge nicht auf ein auch westli che Gesellschaften sprengen des Maß steigen, ist effektive Vorsorge nötig.

Kölnische Rundschau,P2news

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