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Welcome home Suzanne Vega!

Die Kunst ist eine Art endloser Reise – und für das neue Album “Songs In Red And Gray” hat Suzanne Vega einmal mehr ihre Koffer gepackt und ist in die Welt der akustischen Musik zurückgekehrt. Dem eigentlichen Ausgangspunkt ihrer Karriere. Das so entstandene Album präsentiert eine großartige Balance von Alt und Neu – und einen Blick auf eine der unwiderstehlichsten Künstlerinnen der Gegenwart auf dem vorläufigen Höhepunkt ihrer Karriere.

Seit ihrem letzten Album hatte Suzanne viel zu erledigen. Sie war damit beschäftigt, ihr Buch “The Passionate Eye” (Spike/Avon Books) zu promoten: Die gesammelten Werke von Suzanne Vega, die im April 2001 als Paperback (Harper/Collins) wiederveröffentlicht wurden. Weiterhin rührte sie die Werbetrommel für ihre Rückschau “Tried And True; The Best Of Suzanne Vega”, die 1998 weltweit (außer in den USA) erschien. Und als wäre das nicht genug, führte sie ihr Engagement für die Rechte der Kinder ebenso weiter wie ihre Arbeit für Amnesty International und Casa Alianza, in deren Folge sie gerade kürzlich die Königin von England traf. Und als Jurorin im Ausschuss für den “Orange Prize For Fiction” war Vega ferner dafür verantwortlich, so um die 60 Bücher, die Frauen im letzten Jahr geschrieben hatten, zu lesen und zu beurteilen.

Doch jetzt ist es an der Zeit für die “Songs In Red And Gray”. Mit sehr lebendigen Bildern und mehr oder weniger “unplugged”, erinnert “Songs In Red And Gray” an die frühen Erfolge der Ausnahmekünstlerin Suzanne Vega. Und doch hat das Album zur gleichen Zeit einen sehr modernen Touch, der sich nicht zuletzt in der leisen Intimität der Texte zeigt; in der glasklaren Produktion von keinem Geringeren als Rupert Hine; und in den frischen, ansteckenden Rhythmus-Tracks, die Nick Pugh (bekannt durch seine Arbeit mit Tricky und Massive Attack) programmiert hat.

Das warme Zusammenspiel dieser unterschiedlichen Zutaten lässt eine ganz besondere Harmonie entstehen, die eben der Titel wiedergibt: Die Harmonie gegensätzlicher und sich doch ergänzender Elemente. “Im Kontext mit der Musik steht ‘Red’ für die Leidenschaft, für das Herz, ‘Gray’ mehr für die rationale Seite”, erklärt Vega. “‘Red’ soll ebenfalls als Symbol für die unbeschwerte Jugend verstanden werden, ‘Gray’ für die erwachsene Reife. So zeigt sich in unterschiedlichen Formen, wie sich Gegensätze zu einem homogenen Ganzen zusammenfügen.”

Alles in allem ist “Songs In Red And Gray” ein Ausdruck von Vertrauen, Offenheit und Aufrichtigkeit. “Dieses Album ist weitaus persönlicher als meine bisherigen Alben”, sagt Suzanne. “Beispielsweise waren es auf ‘Solitude Standing’ mehr Charaktere wie etwa ‘Luka’ und Orte wie ‘Tom’s Diner’, die den Inhalt bestimmten. Ich habe damals versucht, aus einer ‘objektiven’ Haltung heraus die Dinge zu beurteilen. Aber die Songs von ‘Red And Gray’ zeigen sehr deutlich meine ganz eigenen Standpunkte und Gefühle, wie ich die letzten Jahre sehe – was eigentlich für mich recht unüblich ist.”

Und tatsächlich enthält das Album “Songs In Red And Gray” eine Vielfalt von Songs, die, selbst wenn sie einen fröhlichen Grundtenor besitzen, auch Schatten zeigen. Und die farbenfrohen und bildhaften Geschichtchen kommen irgendwo direkt aus dem persönlichen Leben von Suzanne Vega. “Wenn du versuchst, über dein Leben zu schreiben, wird es manchmal fast zu persönlich”, erklärt sie weiter. “Also habe ich versucht, mit Metaphern zu arbeiten. Trotzdem bringe ich so die Dinge, die speziell mich betreffen, zum Ausdruck. Auf diese Weise kann ich Bilder nutzen, die weitaus kraftvoller sind als wenn ich nur sagen würde: ‘Ich war traurig’.”

Wie beispielsweise die Trennung vor drei Jahren von ihrem Ehemann, dem Produzenten Mitchell Froom – ein Aspekt, der immer wieder durch das Material von “Songs In Red And Gray” scheint.

Doch ihre Rückkehr zu den alten ‘Werten’ hat auch eine sehr praktische, positive Auswirkung auf das Album: “Es fühlt sich einfach toll an, wieder an das anzuknüpfen, was eigentlich immer meine Stärke ausgemacht hat – meine Gitarre und meine Texte.”

Diese Sicherheit, die sie daraus zog, gab ihr die Unabhängigkeit, die Freiheit zurück. “Ich hatte endlich wieder die Möglichkeit, jeden Song in exakt die Richtung zu dirigieren, die ich wollte – nur durch meinen Gesang und mein Gitarrespiel”, erklärt Vega. “Das konnte ich lange nicht mehr so gut, da ich stets von der Produktion gegängelt war. Das hört sich so vielleicht unverständlich oder gar unwichtig an, ist für mich aber ein sehr wichtiges Merkmal des kreativen Prozesses.”

Und diese Herangehensweise bedeutete auch die Heimkehr zu der Art und Weise, wie sie früher Musik gemacht hatte. Sie hatte nur die Gitarre, aber auf die konnte sie sich zu jedem Moment verlassen. Die Songs waren von Anfang an viel präsenter, greifbarer; und sie hat dann auch erst damit begonnen sie aufzunehmen, als die einzelnen Tracks schon soweit waren, dass man sie auch “abgespeckt” hören konnte. “In der Vergangenheit – etwa wie bei ‘No Cheap Thrill’ [von “Nine Objects Of Desire”] – hatte ich manchmal nur fünfzehn Minuten, um die Texte fertigzuschreiben, weil der Gesang aufgenommen werden sollte. Ich hatte ein Thesaurus-Lexikon in der einen, ein Reim-Wörterbuch in der anderen Hand. Und dann lief es natürlich oft so, dass ich mich wirklich fragte: ‘Was zur Hölle will ich jetzt eigentlich sagen?’ Du hast absolut keine Möglichkeit, alles zu geben, wenn du unter solchen Bedingungen arbeiten musst.”

Bei “Red And Gray” ging Suzanne Vega jetzt von der anderen Seite an ihr Material heran und nahm sich für jeden Song die Zeit, die er brauchte. Sie kehrte sogar zu der “Greenwich Village Songwriter’s Exchange”-Gruppe zurück, dem Songwriting-Workshop, den sie schon von 1980 bis ‘85 besucht hatte. Genau wie in den “alten Tagen” traf sich die Gruppe in Greenwich Village, allerdings jetzt in dem Appartement des Freundes und Songwriter-Kumpans Jack Hardy. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Vegas neues Album mit einer anrührenden Version des Hardy-Titels “St. Clare” endet. Diese vertraute Atmosphäre war für Vega zusätzliche Motivation, so eine überzeugende Aufrichtigkeit an den Tag zu legen, die sich einfach perfekt mit ihrem Können und ihrem Ideenreichtum ergänzt.

Die herausragenden Resultate dieser Arbeitsweise zeigen sich in den mitreißenden Schilderungen von Distanz und Verlust wie etwa in “Harbor Song” und “Widow’s Walk” ebenso wie in den ebenso verspielten wie bissigen Aussagen von “(I’ll Never Be Your) Maggie May” und “Machine Ballerina” (in dem Vega die Ehre hat, als wohl die erste Sängerin/Songschreiberin ihren ex-Liebhaber anzuschuldigen, sie nur als eine weitere Ausgabe des Mad-Magazins zu sehen). Der Geist unschuldigerer Zeiten tanzt durch einen Song wie “Priscilla”, während direkterer, unmittelbarer Kummer einen Song wie “Soap And Water” dominiert.

Alles in allem porträtiert das Album “Songs Of Red And Gray” die Künstlerin Suzanne Vega in einer Art Übergangsstadium, einer Zeit der Veränderung. Man hört eine fragile Zerbrechlichkeit in ihrer Musik, aber gleichzeitig eine entschlossene Stärke; eine gelassene Ruhe ihrer Stimme zu den atmosphärischen Schwingungen der Gitarre; abgerundet durch die homogen-passenden Rhythmen ihrer virtuosen Mitmusiker. Die Gesamtheit dieser einzelnen Elemente, sozusagen die Essenz des Gesamtwerks, stellt bereits der grandiose Opener “Penitent” vor, von dem Vega sagt, dass es der am schwersten zu komponierende Song war.

“now what would you have me do / I ask you please? / I wait to hear your voice, / the word you say / wait to see your sign / could I obey?”

“Ich habe mit dem Text von ‘Penitent’ bestimmt über ein Jahr herumgespielt und -probiert. Irgendwie hing das alles am Refrain, der wesentlich für den Song war. Besonders dieses ‘I would obey’. Ich hatte auch mit ‘I will obey’ geliebäugelt, dachte mir dann aber: ‘Well, I don’t want to obey.’ Das ist auch der Inhalt des Songs – diese innere Auseinandersetzung, dieser Kampf in dir. Du willst nie aufgeben, diesen Zwist nicht verlieren. Das ist in dem Song der springende Punkt.”

Schließlich war der Track fertig, und Suzanne änderte die Frage “Would I obey?” im letzten Refrain zu “Could I obey?”. “Ich bin damit sehr glücklich”, lächelt Suzanne Vega. “Wenn ich auf der Bühne stehe und ‘Penitent’ singe, spüre ich direkt, wie stark der Song ist, und ich meine jedes Wort so, wie ich es singe. Es hat eben nur ein wenig länger gedauert, um dorthin zu kommen…”

Am 28.09.2007 wurde ihr neues “Comeback-Album”? “Colour Collection”
mit vielen bekannten und Klasse Tracks veröffentlicht.

Unter anderem natürlich auch der warscheinlich bekannteste Song von ihr.

“LUKA” “LUKA”
(bei YouTube)

Viel Spass beim Reinhören und beim Erwecken der Erinnerungen bei diesem Klasse Song.

Welcome home, Suzanne Vega.

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