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Wechselkennzeichen gefordert – Wem hilft das?

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) will ein Wechselkennzeichen einführen. Das hat zwei Vorteile. Zum einen für Ramsauer selbst. Er wird mal wieder öffentlich wahrgenommen. Zum anderen können die Halter mehrerer Autos Versicherungskosten und wohl auch die Kfz-Steuer für das preiswertere Fahrzeug sparen. Daher findet der ADAC den Vorstoß prima.

Der umweltpolitische Nutzen des Nummernschildes wird aber ausgesprochen gering bleiben. Die Steuerersparnis kann zwar ein Anreiz sein, sich einen gebrauchten Kleinwagen zuzulegen. Wegen des hohen Anschaffungspreises aber werden die wenigsten deutschen Autofahrer den Kauf eines neuen Öko-Flitzers von einigen hundert Euro Ersparnis bei Versicherung und Steuer abhängig machen.

Verkehrsminister Ramsauer muss sich auch die Frage gefallen lassen, wen genau er mit dem Wechselkennzeichen belohnt. Für die meisten Familien kommt es nicht infrage, da sie beide Autos zeitgleich brauchen, wenn Vater, Mutter und die Kinder einen Führerschein haben.

In erster Linie profitieren also gut verdienende Singles, die sich zwei Autos leisten können. Auch das ist Klientelpolitik.

P2News/Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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