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Was für ein Mensch war der Begründer des Islam?

Über das Leben und Wirken des Propheten Mohammed ist womöglich weit mehr zu erfahren, als Forscher bisher glaubten. Keine Weltreligion lasse sich in ihren Ursprüngen so gut ergründen wie der Islam, sagte der Mohammed-Biograf Tilman Nagel im Gespräch mit dem Wissensmagazin GEOkompakt. Nagel, emeritierter Professor für Arabistik und Islamwissenschaft an der Universität Göttingen, kritisierte, sowohl die westliche wie die islamische Gelehrtenwelt missachteten historische Berichte über den „wahren“ Mohammed und zeichneten ein falsches Bild des Religionsstifters.

In 15-jähriger Arbeit habe er viele Quellen neu entdeckt und ausgewertet, sagte Nagel. Sein Befund: Dem Propheten sei es bei der Verbreitung seines Glaubens immer auch um die eigene Macht und die seines Clans gegangen. „Alles, was Mohammed tat, war mit dem Aspekt von Herrschaft verknüpft.“ Durch geschicktes Taktieren, das Brechen von Absprachen und brutale Massaker habe der Prophet den „Dschihad“, den Kampf gegen seine Feinde, gewonnen und die Macht in seiner Heimatstadt Mekka übernommen.

Bis heute zeichneten muslimische Gelehrte ein geschöntes Idealbild des Propheten, sagte Nagel. So habe es in Wahrheit keine plötzliche Bekehrung durch Allah gegeben; vielmehr habe Mohammed aus bekannten Ideen und Konzepten, die auf der arabischen Halbinsel im Umlauf waren, nach und nach die neue Religion entwickelt.

Viele westliche Forscher meinen hingegen laut Nagel, Mohammed habe gar nicht existiert und die muslimische Urgemeinde sei eine christlich-syrische Sekte gewesen. Wenn man aber alle frühen muslimischen Quellen und Überlieferungen – mit Informationen etwa zu Kriegen oder der Entstehungszeit der Suren im Koran – heranziehe, ergebe sich ein plastisches Bild des Propheten.

GEO, P2news

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