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Wann Fusionen von Krankenkassen zur Gefahr werden

Die Meinungen bezüglich der vermehrten Zusammenschlüsse von Krankenkassen gehen weit auseinander. Während die einen die sogenannten „Elefantenhochzeiten“ begrüßen, weil dadurch Kosten gespart würden, befürchten die anderen einen Systemkollaps. Dieser könnte dann nur verhindert werden, wenn die entstandenen Branchenriesen im Fall einer Insolvenz staatliche Unterstützung erhalten würden. Das Versicherungsportal private-krankenversicherung.de berichtet über die neueste Debatte.

Die frühere Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt war der Ansicht, mehr als 30 bis 50 Krankenkassen seien unnötig und strapazierten die Finanzen. Seit einigen Monaten schreitet eine solche Entwicklung anscheinend unaufhaltsam voran. In kaum einer Branche gibt es so viele Zusammenschlüsse wie im Gesundheitssystem. Dass mit einer drastischen Kürzung der Zahl der Krankenkassen und der Entstehung von Branchenriesen aber auch Risiken verbunden sind, ist analog am Beispiel der Banken abzulesen.

Der Chef des Bundesverbandes der Innungskrankenkassen, Rolf Stuppardt, beobachtet das Geschehen mit großer Besorgnis. Seiner Ansicht nach rücken gesundheitspolitische Ziele bei den Fusionen zu sehr in den Hintergrund und machen politischen Interessen Platz. So sei der Anreiz der Bündnisse lediglich, den Status „too big to die“ zu erlangen und den Staat bei drohender Pleite um Hilfe bitten zu können.

In den vergangenen zwei Jahren sank die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen von 221 auf nur noch 163. Die Anzahl der Versicherungsnehmer der großen Kassen erreicht hingegen schwindelerregende Höhen. So versichert die Barmer GEK, der Zusammenschluss der Barmer und der Gmünder Ersatzkasse, inzwischen 8,6 Millionen Deutsche. Die AOK Plus (Sachsen und Thüringen) wird 2011 mit der AOK Hessen fusionieren und dann 4,2 Millionen Mitglieder haben.

P2News/unister

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