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Wahltrend – Die SPD stagniert bei 23 Prozent

Die Debatte um die Amtsführung von Außenminister Gudio Westerwelle (FDP) hat wenig Auswirkungen auf die Zustimmung der Deutschen zu den politischen Parteien. Im stern-RTL-Wahltrend kommt die FDP wie in der Vorwoche auf 8 Prozent. Sie liegt damit aber weiter deutlich unter ihrem Ergebnis bei der Bundestagswahl vor knapp einem halben Jahr. Damals holte sie 14,6 Prozent. Die Union gewinnt einen Punkt und steigt auf 34 Prozent. Die Opposition kann von der Westerwelle-Diskussion nicht profitieren: Die SPD stagniert bei 23 Prozent. Die Linke fällt um einen Punkt auf 11 Prozent. Die Grünen erreichen zum vierten Mal in Folge 16 Prozent. Für „sonstige Parteien“ würden 8 Prozent der Deutschen stimmen.

Mit zusammen 50 Prozent haben die drei Oppositionsparteien einen Vorsprung von 8 Punkten vor dem Regierungslager (zusammen 42 Prozent).

Dass die SPD auch unter ihrer neuen Führung und trotz der großen Unzufriedenheit mit der schwarz-gelben Bundesregierung nicht über das Ergebnis bei der jüngsten Bundestagswahl hinauskommt, erklärte Forsa-Chef Manfred Güllner gegenüber dem stern damit, dass sich die zehn Millionen ehemaligen SPD-Wähler allmählich daran gewöhnten, dass sie auch ohne die SPD, ihre alte politische Heimat, leben können. Güllner: „Die Partei benötigt jetzt einen langen Atem, um das verlorene Vertrauen zurückzugewinnen. SPD-Chef Gabriel darf sich nicht an kurzfristigen Zielen orientieren. Er muss ein Aufbauprogramm entwickeln, das über die Wahlen hinausweist.“

Auch persönlich braucht Gabriel Geduld. Gefragt, wen sie direkt zum Kanzler wählen würden, stimmten in der stern-Umfrage nur 21 Prozent der Befragten für den SPD-Chef, aber 57 Prozent für Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU).

P2News/Gruner+Jahr, stern

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