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Wachstumsmarkt Alter

Der Umgang mit den gravierenden Auswirkungen einer immer älter werdenden Gesellschaft zählt in Deutschland zu den wichtigsten politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen in den nächsten Jahrzehnten. Der demografische Wandel betrifft nicht nur Deutschland, sondern ist auf europäischer Ebene ein ebenso weit verbreitetes Phänomen wie beispielsweise in Russland oder auch in China. Besonders gravierend sind die Auswirkungen in Japan. Die japanische Gesellschaft ist die älteste der Welt. Im Jahr 2050 werden die Senioren dort über 36 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Dies liegt auch daran, dass die Geburtenrate im Land des Lächelns mit 1,32 Kindern pro Familie noch unter der Rate der Deutschen mit 1,33 Kindern liegt.

Der demographische Wandel ist in Deutschland ebenso wie in Japan unausweichlich und die sozialpolitische Belastung liegt auf der Hand. „Aber Resignation hilft da wenig; Handeln ist gefragt und eine gute Portion perspektivisches Denken,“ meint Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Seniorenliga. „Denn eine Gesellschaft, die immer älter wird, muss nicht automatisch stagnieren. Sie bietet vielseitige Chancen für Wachstum und Wohlstand: Die Nachfrage nach neuen Produkten und Dienstleistungen steigt beständi. Deshalb vernetzen wir uns mit wissenschaftlichen Instituten, Handel, Handwerk, Versicherungen und Industrie. Was den Älteren nutzt, ist auch für jüngere Marktteilnehmer oft sehr hilfreich, so Hackler. Wer heute dem Alter die Zukunft sichert, handelt in der Verantwortung für morgen!“ Das sehen auch Prof. Dr. Cornelius Herstatt, Leiter des Lehrstuhls für Technologie- und Innovationsmanagement an der Technischen Universität Hamburg-Harburg, und Dr. Florian Kohlbacher vom Deutschen Institut für Japanstudien in Tokio so. „Leider tut sich aber im Bereich Produktentwicklung und Design für ältere Menschen noch viel zu wenig und viele Firmen scheinen zu wenig vorbereitet auf den Silbermarkt bzw. unterschätzen ihn einfach“. In der Wissenschaft besteht hier eine deutliche Forschungslücke, die Herstatt und Kohlbacher mit ihrem gemeinsamen Forschungsprojekt „The Silver Market Phenomenon“ schließen möchten. „Japan ist dabei als Vorreiter ein besonders gutes und lehrreiches Beispiel“, da zum einen die demografische Entwicklung am weitesten vorangeschritten und die Einstellung der Wirtschaft auf die älter werdende Kundschaft mit am weitesten fortgeschritten ist“, so die beiden Wissenschaftler.

P2news

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