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Wachstumsbremse Fachkräftemangel

Der Mangel an Fachkräften wird zum ernsthaften Problem für die deutsche Wirtschaft: Nahezu zwei von drei Unternehmen (61 Prozent) haben Schwierigkeiten bei der Suche nach Fachkräften. Das ist das Ergebnis einer branchenübergreifenden Umfrage unter 1.300 Fach- und Führungskräften aus Personalabteilungen deutscher Unternehmen im Auftrag von manager magazin und fischerAppelt Kommunikation. Der Hauptgrund für Misere ist für sieben von zehn Befragten, dass schlichtweg zu wenige Fachkräfte auf dem Markt vorhanden sind. “Problematisch ist für die Unternehmen vor allem, ihren hohen Bedarf an gut ausgebildeten IT-Spezialisten und Ingenieuren zu decken”, sagt Christian Pott, Standortleiter des Stuttgarter Büros von fischerAppelt Kommunikation. Etwa jeder zweite Arbeitgeber hat demnach Schwierigkeiten bei der Suche derart qualifizierten Fachkräften. Aber auch bei anderen Positionen herrscht deutlicher Mangel: So sehen 27 Prozent der Befragten Probleme im Recruitment von Forschern und Entwicklern. Mehr als ein Fünftel der Unternehmen findet keine qualifizierten Mitarbeiter für den Vertrieb. Die traurige Konsequenz: Viele vakante Stellen bleiben unbesetzt.

Doch statt sich mit ihren Personalsorgen ausschließlich auf die Arbeitsagenturen zu verlassen, übernehmen die Firmen zunehmend selbst Verantwortung. Mehr als zwei Drittel der Befragten (71 Prozent) nehmen die Ausbildung der benötigten Fachkräfte selbst in die Hand. Ebenso häufig kooperieren die Unternehmen mit Universitäten und Ausbildungsstätten (72 Prozent), um so Fachkräfte zu finden und frühzeitig an das Unternehmen zu binden. Etwa jedes zweite befragte Unternehmen (55 Prozent) setzt zudem verstärkt auf die Weiterbildung bereits beschäftigter Arbeitnehmer.

Doch selbst wenn sich Fachkräfte auf die vielen offenen Stellen bewerben, bleiben Probleme. Mehr als jeder dritte Befragte (37 Prozent) bemängelt beispielsweise, dass Job- und Bewerberprofil nicht zusammenpassen. Ebenfalls 33 Prozent der Befragten bekommen Bewerbungen mit schlichtweg falschem Qualifikationsprofil. Ein weiteres Problem liegt jedoch weniger bei den Bewerbern als vielmehr bei den Unternehmen selbst: Jedes vierte Unternehmen ist einfach nicht bekannt genug, um ein attraktiver Arbeitgeber für potenzielle Fachkräfte zu sein. “Jedes noch so spannende Jobangebot nützt wenig, wenn das Unternehmen gänzlich unbekannt ist”, bringt Christian Pott das Problem auf den Punkt. “Vor diesem Hintergrund kann eine entsprechend ausgerichtete Unternehmenskommunikation im Zusammenspiel mit dem Personalmarketing einen wichtigen Beitrag gegen die Fachkräfte-Misere in Deutschland leisten”.

Denn nach den Ergebnissen der Umfrage halten die Unternehmen die PR- und Öffentlichkeitsarbeit für ein gut geeignetes Instrument bei der Suche nach qualifiziertem Personal. Doch trotzdem nutzen Sie diesen Kommunikationskanal derzeit noch deutlich weniger stark als die klassischen Recruiting-Maßnahmen wie Stellenanzeigen. Nur jedes dritte Unternehmen bindet beispielsweise PR-Mitarbeiter regelmäßig in seine Recruitment-Maßnahmen ein. “Die Unternehmer lassen so einen hervorragenden Multiplikator außer Acht”, ergänzt Christian Pott und warnt vor möglichen Konsequenzen. “Die Firmen verspielen durch mangelnde Kommunikation ihre Chance, ihr Unternehmensprofil zu schärfen, bestehende Mitarbeiter stärker zu binden und ihre Attraktivität für potenzielle Arbeitnehmer auf dem Markt zu erhöhen.”

fischerAppelt Kommunikation GmbH

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