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Vorstellung Opel Meriva: Ein Champion legt nach

Auf einer Autofahrt von Hamburg nach Travemünde kreisen die Gedanken gewöhnlich ums Wasser, um die Ostsee, den Timmendorf Strand. Sein kann, dass solcher Trip dazu verführt, nach einem Zwischenstopp in Lübeck bis zum Ziel ohne Rücksicht auf die schlanke Linie unvernünftig über Marzipan herzufallen. Mich erinnerte die Tour anlässlich der Fahrvorstellung des neuen Opel Meriva an Zeiten, in denen Lübeck und Travemünde für mich unerreichbar waren, lagen sie doch hinter einer bizarren Grenzsperre. Aus der Ferne waren vom östlichen Ostseestrand aus lediglich ein paar unauffällige Blicke auf schöne weiße Fähren möglich, die zwischen Travemünde und Trelleborg pendelten. Nun sitze ich im neuen Opel Meriva, fahre damit von Hamburg nach Travemünde und genieße diese Selbstverständlichkeit während der Fahrt eben auch …

Schon nach ersten Umrundungen des neuen Opel-Minivans vor wenigen Tagen auf der zwanzigsten Auto Mobil International in Leipzig, erst recht nach dem Platznehmen im Auto mit dem Einstieg über gegenläufig öffnende, hinten (!) angeschlagene Fondtüren, die FlexDoors heißen, drängte sich mir das Sprichwort auf, dass das Bessere eben des Guten Feind sei. An dieser Stelle gleich noch eine Botschaft für Skeptiker mit Sicherheitsbedenken: Eine stabile B-Säule gibt es noch immer!

Die zweite Generation des Opel Meriva, Begründer und Champion der Kategorie Minivan, hat in vielerlei Hinsicht beeindruckend nachgelegt. Dazu kommen wir gleich. Als er vor sieben Jahren Opels Modellpalette ergänzte, sah er sich spontan reichlich mit Lob überschüttet. Es war vor allem das Raumkonzept, das innovative Sitzsystem „FlexSpace“ mit kinderleicht verschieb- und umlegbaren Fondsitzen, das Opels Minivan Begehrlichkeit verschaffte. Das Konzept wurde beibehalten und verfeinert. Auch zählt, dass sich ohne Mitfahrer im Fond eine glatte Ladefläche mit einem Volumen von 1.500 Litern gewinnen lässt.

Das überzeugende Raumkonzept des ersten Meriva ließ bei der Autokundschaft ganz markengerecht den Blitz einschlagen. Und es verdarb Wettbewerbern die Laune. Das wird sich jetzt wiederholen. Der Neue kann einiges deutlich besser als der Vorgänger, von dem – das sei hervorgehoben – seit 2003 immerhin über eine Millionen Exemplare verkauft wurden. Allerdings: Nun ist der Erstgeborne mit einem Schlag der Meriva von gestern. Weil er vor allem keine FlexDoors hat.

Das ungewöhnliche Konzept, das das Ein- und Aussteigen von Fondpassagieren oder auch das Plazieren kleinerer Mitfahrer mit oder ohne Kindersitz im Fond spürbar bequemer werden lässt, verfehlt seine Werbewirksamkeit nicht. Der Öffnungswinkel aller vier Türen hat beispielsloses Edelmaß: 84 Grad! Bei „gewöhnlichen“ Türen sind es gerade mal 67 Grad. Ein patentiertes automatisches Schließsystem sorgt zuverlässig dafür, dass die Türen während der Fahrt nicht aufgehen. Ab 4 km/h macht es „klick“, und die Türen sind verriegelt. Die Krone der Einmaligkeit tragen die „FlexDoors“ – mancher nennt sie „Schmetterlingstüren“ – allerdings nicht. Es gibt namhafte Vorläufer des Konzepts mit dem Rolls-Royce Phantom an der Spitze. Und auch die Originalität Londoner Taxis prägen solche Türen mit. In Parklücken mit wenig Bewegungsspielraum kann das Türkonzept dazu führen, dass sich Mitfahrer, die im selben Augenblick vorn und hinten einsteigen wollen, gegenseitig behindern. Längsparker sollten verinnerlicht haben, dass der neue Meriva 4,28 Meter lang ist.

Wer Platz genommen hat, empfindet Raum und Licht. In Anspielung auf die gute Rundumsicht spricht Opel zutreffend vom „Kinofeeling“. Auch der „Knick“ in der Fondtür bzw. in deren Scheibe hat sein Gutes. Er ist mehr als ein Designmerkmal. Er erweitert den Blickwinkel nach draußen. Das werden nicht nur kleine Mitfahrer gut finden. Der Van-typischen hohen Sitzposition, die die Rundumsicht von vornherein verbessert, verschafft der Knick durchaus zusätzlichen Reiz.

Ebenfalls neu sind die in Höhe und Länge (65 bzw.240 mm) einstellbaren Vordersitze, die sich in Form und Komfort an denen des Astra und Insignia orientieren. Optional lassen sich die zertifizierten Ergonomiesitze mit justierbarer Sitzflächenneigung, Lordosenstütze, ausziehbarer Oberschenkelauflage und vierfach verstellbaren aktiven Kopfstützen ordern.

Die drei Modelllinien Selection, Edition und Innovation sind serienmäßig anspruchsvoll ausgestattet. Dafür sprechen neben den bereits erwähnten Highlights „FlexDoors“ und FlexSpace“ beispielsweise der Berg-Anfahrassistent (inklusive eines Reifendruck-Überwachungssystems), die elektrische Parkbremse, das Tagfahrlicht, elektrisch einstellbare und beheizbare Außenspiegel, Höhen- und längsverstellbare Lenksäule und aktive, höhenverstellbare Kopfstützen. Mit Sonderausstattungen, die jeden Wunsch erfüllen dürften, lässt sich der Meriva weiter aufwerten, etwa mit Infotainment-Systemen.

Dass der Meriva ehrgeiziger noch als sein Vorgänger auf Spitzenvariabilität aus ist, lässt die auf blanken Aluminiumschienen geführte, nach vorn oder hinten verschiebbare Konsole zwischen den Vordersitzen erkennen („FlexRail“, Serie ab Ausstattung „Edition“). Wo einst der Handbremshebel Platz in Anspruch nahm (jetzt gibt es eine elektrische Parkbremse), wird nun zusätzlicher Stauraum gewonnen. Insgesamt sind im neuen Meriva 23 Ablagen zu finden. Man wird sich gut merken müssen, wo Gesuchtes zu finden ist.

Motorisch bieten drei 1,4-Liter-Benziner 100 PS oder – mit Turbounterstützung – 120 bzw. 140 PS auf. Downsizing ist angesagt. Die bislang eingesetzten 1,6- und 1,8-Liter-Motoren hatten 15 bzw. 12 Prozent weniger Leistung und verbrauchten zehn Prozent mehr Kraftstoff. Zunächst gesellen sich zwei Dieselaggregate dazu (1.3 CDTI bzw. 1,7 CDTI , 75 bzw. 100 PS). Der stärke Diesel ist im Meriva erstmals optional mit einer Sechsstufen-Automatik zu haben. Alle fünf Motoren erfüllen die Euro-5-Abgasnorm.

„Mit seinen dynamischen Proportionen bringt der neue Meriva Eleganz in die Klasse der kleinen Monocabs“, ist bei Opel zu lesen. Und weiter: „In der ausdrucksstarken Formgebung finde die neue Designsprache von Opel ihre Fortführung.“ Dem wird zustimmen, wer einmal Umgang mit dem neuen Minivan hatte. Nach dem gewonnenen Fahreindruck bei der Fahrt von Hamburg nach Travemünde und zurück bleibt zu ergänzen, dass auch das auf Komfort abgestimmte Fahrwerk deutlichen Anteil am positiven Gesamturteil hat.

Man könnte auch so sagen: Irgendwie spürt man im neuem Minivan Insignia-Gene. Mit solcher Erbsubstanz darf sich der Meriva getrost weiterhin selbstbewusst auf den Wettbewerb im Segment der Minivans einlassen. Am 12. Juni 2010 kommt das Auto auf den deutschen Markt.

P2News/auto-reporter

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