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Vorsicht, Wild!

Zum Herbst steigt die Gefahr von Wildunfällen wieder deutlich

Autofahrer verharmlosen die Gefahr von Wildunfällen. Im vergangenen Jahr schätzten die Hälfte der Befragten bei einer Erhebung von Dekra und dem Deutschen Jagdschutz-Verband die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Tiere viel zu niedrig ein. Rund 250.000 Rehe, Hirsche, Wildschweine und andere Tiere kommen Jahr für Jahr unter die Räder. Die Gefahr, die von einer Kollision mit einem Tier ausgeht, wird häufig unterschätzt. Ein Reh mit 20 Kilo Gewicht hat nach Angaben des ADAC bei 100 km/h ein Aufschlaggewicht von etwa einer Tonne. Zum Herbst steigt die Gefahr von Wildunfällen wieder deutlich an. Autofahrer können sich nur durch erhöhte Wachsamkeit und angepasste Fahrweise gegen einen Zusammenstoß wappnen.

Nach einer Untersuchung des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) helfen weder Duftzäune, noch Reflektoren oder akustische Reize nachhaltig gegen die Wildgefahr. Der Autofahrer kann sich nur auf sich selbst verlassen. Vor allem während der Erntezeit und der Brunftsaison von September bis Januar besteht erhöhte Alarmbereitschaft. Über das Jahr verteilt gibt es Spitzen bei den Wildunfällen im Mai sowie im Oktober und im November. Die Abweichungen zwischen den Monaten ist aber so gering, dass Vorsicht ist das ganze Jahr über geboten ist. Häufigste Gefahr sind Rehe, die an etwa 80 Prozent aller Wildunfälle beteiligt sind. Jedes fünfte in Deutschland „erlegte“ Reh wird nach Angaben des Deutschen Jagdschutz-Verbands von einem Auto zur Strecke gebracht. Bei etwa jedem zehnten Unfall kreuzt ein Wildschwein die Straße.

An Straßen, die durch Waldgebiete oder Felder führen, ist gedrosselte Geschwindigkeit oberstes Gebot. Autofahrer sollten daher auch in solchen Bereichen besonders auf einen großen Sicherheitsabstand zum Vordermann achten. Experten raten, nachts in bewaldeten Gebieten wenn möglich mit Fernlicht zu fahren: Die Augen der Tiere wirken wie Rückstrahler, und sie sind so früher zu erkennen. Sobald ein Wildtier am Straßenrand oder auf der Fahrbahn auftaucht, empfiehlt es sich, abzubremsen, abzublenden und zu hupen. Wenn ein Zusammenstoß trotzdem nicht mehr zu vermeiden ist, hilft nur noch eine Vollbremsung mit fest umgriffenem Lenkrad. Im Zweifelsfall ist es sicherer, frontal auf das Tier als ein riskantes Ausweichmanöver zu fahren.

Wildunfälle sollten immer bei der nächsten Polizeistation gemeldet werden, die den Jagdpächter informiert. Nur so kann flüchtiges oder verletztes Wild aufgespürt und gegebenenfalls auch von seinem Leiden erlöst werden. Auf keinen Fall sollte ein angefahrenes Tier wegen der Gefahr einer Tollwutübertragung angefasst werden. Gleichzeitig wird der Fall durch die Benachrichtigung der Polizei auch für die Kfz-Versicherung dokumentiert. Um eine problemlose Schadensabwicklung zu ermöglichen, sollte sich der Fahrer am besten von den Beamten oder dem Jagdpächter eine entsprechende Bescheinigung ausstellen lassen.

News-Reporter

P2News

(Foto: Auto-Reporter/GDV/News-Reporter)
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