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Verwirrung allenthalben

Es ist wie üblich nach einem Wahldebakel vom Format des hessischen Desasters: In der Union geht es drunter und drüber. Mit ihrem offenen Brief zur Integrationspolitik haben 17 CDU-Politiker vornehmlich aus NRW eine Debatte angestoßen, die nach einem Tag zu einem Streit darüber ausgeartet ist, ob man sich von Koch distanzieren darf. Das tun derzeit auch solche Christdemokraten, denen man es nicht zugetraut hätte, wie Schönbohm, der brandenburgische Hüter des konservativen Tafelsilbers. Auf der anderen Seite packt manchen Brief-Unterzeichner die Angst vor der eigenen Courage. Nein, als Koch-Kritiker möchte man nicht verstanden werden. Dabei könnte die CDU selbstbewusst darauf verweisen, dass sie in der Debatte um die Integration von Zuwanderern viel weiter ist als die Töne aus Hessen zuletzt vermuten ließen. Sie zählt in ihren Reihen den ersten Integrationsminister Deutschlands. Einen Dialog zwischen Regierung und Migranten hat erstmals eine CDU-Kanzlerin in Gang gebracht, und auch Koch ist im Grunde kein dumpfer Ausländerfeind. In welchem Maße er sich mit seiner Kampagne verkalkuliert hat, zeigt eine schlichte Zahl: Seit seinem ersten Wahlsieg 1999 sind allein in Hessen 120 000 Zuwanderer Deutsche geworden. Auch diese Bürger wollen von der Union umworben werden. Der Kochsche Wahlkampfstil ist ein Modell ohne Zukunft. Da ist Armin Laschet nicht zu widersprechen.

Westfalenpost

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