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Verwirrende Preisvergleiche

Im Sommer 2008, da haben sie den Menschen wirklich alles aus der Tasche gezogen, die Gastwirte, die Tankstellenbesitzer, die Kinobetreiber. Alles wird teurer, dachten wir. Was früher für zehn Mark zu haben war, gab’s auf einmal für zehn Euro. Unterlegt wurde die theoretische Annahme mit der derben Teuerungsrate von 3,3 Prozent im Juli als 15-Jahres-Hoch. Seitdem wurde es billiger. Gestänkert haben trotzdem weiter alle – über teures Gas, teuren Strom, teure Autos, teures Essen. Das Gefühl der „Teurorisierung“ entspricht aber längst nicht immer der Realität. Jetzt herrscht wieder erhöhte Alarmbereitschaft, die Preise ziehen an, im Februar um ein Prozent gegenüber Januar. Sollen wir also jetzt wieder öfter zum Discounter rennen, statt auf dem Wochenmarkt oder bei Ebay nachzusehen? Nein. Wichtige Produkte sind weiter deutlich billiger. Benzin zum Beispiel: ein Euro für den Liter Diesel, statt knapp 1,50 Euro Mitte vergangenen Jahres. Der dauernde Preisvergleich kann auch verwirren und nimmt einem außerdem die Freude am Konsum.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung

P2News

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