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Verunsicherung macht sich breit – Die EAV in der CHARTS-HISTORY

Die Erste Allgemeine Verunsicherung (kurz: EAV). Gegründet wurde die aus Österreich stammende Popband im Jahr 1977.
Songwriter-Texter und Komponist der Band, ist Thomas Spitzer.

Der Name ist eine Anlehnung an das ehemalige österreichische Versicherungsunternehmen: „Erste Allgemeine Versicherungs-AG“,
das sich jedoch mit EA abkürzte.

[tab:Die Geschichte]

Ende der Siebziger Jahre begann die EAV als Rock-Comics-Band und feierte erste Erfolge in der alternativen Clubszene Deutschlands. Mit dem fünften Album „Geld oder Leben!“ (1985) gelang der EAV schließlich der Durchbruch im gesamten deutschsprachigen Raum.

Hit auf Hit!

In den Folgejahren lieferte die EAV reihenweise Gassenhauer ab, inszenierte ihre Liveauftritte als aufwendiges Rocktheater mit Kostümen, Kulissen sowie riesigen Bühnenaufbauten und bekam 1991 sogar den World Music Award verliehen. Auf dem Höhepunkt ihres Erfolges zog sich die Band für drei Jahre aus dem Musikgeschäft zurück, konnte aber nach ihrem Comeback 1994 nicht mehr an die großen kommerziellen Erfolge der späten Achtziger und frühen Neunziger anknüpfen. Trotzdem veröffentlichte die EAV regelmäßig neue Alben, ging auf ausgedehnte Tourneen und erregte 2005 mit dem Album 100 Jahre EAV…Ihr habt es so gewollt!! Aufsehen. Sie gingen mit ihrem neuen Programm „Amore XL“ auf Tournee.

Die Songs der „Ersten Allgemeinen Verunsicherung“ wurden besonders in den Achtzigern oft als reine Spaßlieder verstanden. Durch den Erfolg von Liedern wie „Ba-Ba-Banküberfall“, „Märchenprinz“, „Küss die Hand, schöne Frau“ oder „Ding Dong“ wurde ihnen oft das Etikett einer Klamaukband angeheftet, was sich 1999 durch den Erfolg des Songs „Drei weiße Tauben“ noch einmal verstärken sollte. Die Band selbst macht für dieses Missverständnis den kommerziellen Erfolg einzelner, aus dem Gesamtkontext eines Albums gerissener Lieder, verantwortlich. Tatsächlich eckte EAV durch ihre politischen Statements immer wieder an. Der ehemalige österreichische Bundespräsident Kurt Waldheim drohte nach – Wann man gehn muß – mit einer Klage, zog diese aber angesichts negativer öffentlicher Reaktionen zurück. Sehr stark ist das Engagement der Gruppe gegen Rechtsextreme und rechte Gewalt (z. B. in Liedern wie: Eierkopf-Rudi, Wir marschieren). Bereits 1983 gab es nach einer TV-Sendung wüste Bombendrohungen von Neonazis und auch der österreichische Rechtspopulist Jörg Haider verklagte die Band wegen „übler Nachrede“. Zahlreiche Songs wurden wegen ihrer kirchen- und gesellschaftskritischen Inhalte von Rundfunksendern boykottiert und nicht gespielt. Der bekannteste Fall ist sicherlich die 1988 erschienene Single „Burli“, die sich mit den möglichen Folgen des Super-GAUs eines Kernkraftwerks beschäftigt („Der Burli hat links und rechts 3 Ohrli / an jeder Hand zehn Finger, und Hände hat er vier / keiner spielt so schnell Klavier“). Der Band wurde daraufhin eine Verhöhnung behinderter Menschen vorgeworfen. Der Bayerische Rundfunk hat das Lied „s’Muaterl“ wegen seiner Kritik am damals amtierenden Papst und der (katholischen) Kirche nicht ausgestrahlt.
Von Herbst 2005 bis Ende 2007 war die Erste Allgemeine Verunsicherung mit ihrem Jubiläumsprogramm 100 Jahre EAV im deutschsprachigen Raum unterwegs und präsentierte neben ihren Hits („Küss die Hand, schöne Frau“, „Banküberfall“) auch Klassiker („Der Tod“, „Sandlerkönig Eberhard“) und brandneue Lieder („God Bless America“, „Coconut Island“). Großen Erfolg weist auch das Album 100 Jahre EAV…Ihr habt es so gewollt! auf. Das Album stand in Österreich mehr als 100 Wochen in den Charts. Aufgrund des Erfolges der Livekonzerte ging die EAV ab Frühjahr 2008 mit ihrem neuen Programm „Amore XL“ erneut auf Tournee.

Die Besetzung

Im Laufe der EAV-Geschichte kam es immer wieder zu Wechseln in der Bandbesetzung. In den ersten Jahren (1977 bis 1978) stand der österreichische Sänger Wilfried am Mikrofon, von 1979 bis 1981 war Gert Steinbäcker (heute S.T.S.) Frontmann. Er wurde abgelöst von Klaus Eberhartinger, der durch seine markanten Interpretationen den Stil der Band bis heute entscheidend geprägt hat. Heute spielt EAV mit Thomas Spitzer (Gitarre), Klaus Eberhartinger (Gesang), Kurt Keinrath (Keyboard, Gitarre), Leo Bei (Bass), Franz Kreimer (Keyboard, Saxophon, Akkordeon) und Bertl Baumgartner (Schlagzeug).

3 der wahrscheinlich bekanntesten Songs von EAV führen die CHARTS-HISTORY in dieser Woche aus, Viel Spass beim geniessen!

[tab: Ding Dong] [media id=58 width=445 height=380] [tab: Ba-Ba-Banküberfall] [media id=59 width=445 height=380] [tab: Märchenprinz] [media id=60 width=445 height=380] [tab:END] P2News Musikredaktion

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