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Verheugen will Arznei fälschungs-sicher machen

EU-Kommissar Günter Verheugen will wegen der steigenden Zahl gefälschter Arzneimittel in Europa den gesetzlichen Schutz verschärfen. „Ein rezeptpflichtiges Medikament soll künftig auf dem Weg zwischen Hersteller und Patient ständig rückverfolgbar sein“, sagte Verheugen in einem Interview mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Deshalb wolle er am nächsten Dienstag einen Gesetzesentwurf vorlegen, der vorschreibt, dass in Zukunft „Arzneiverpackungen Sicherheitszeichen tragen, die in den Apotheken lesbar sind“.

Neben diesen Codes sieht der Vorschlag des EU-Industriekommissars „ein fälschungssicheres Siegel“ für Packungen mit rezeptpflichtiger Arznei vor. Verheugen tritt der Kritik von Händlern entgegen, die Markenarzneimittel in EU-Ländern günstig einkaufen und sie neu verpackt in anderen EU-Staaten wieder verkaufen, um dort höhere Preise zu erzielen. „Wir verbieten diesen Parallelhandel ja nicht“, erklärt der Vizepräsident der EU-Kommission. Allerdings müssten sich auch diese Unternehmen an Sicherheitsvorschriften halten. Der EU-Kommissar will außerdem der Industrie eine umfangreichere Information von Patienten erlauben. Bisher setzt das Produktwerbeverbot enge Grenzen. „Mein Vorschlag sieht vor, dass objektive Informationen, auch wenn sie vom Hersteller kommen, unter sehr strengen Auflagen einschließlich Kontrollen möglich sein sollen, und zwar auch in den Medien, die gerade Ältere bevorzugt nutzen: Zeitungen und Zeitschriften“, sagte Verheugen. Er erwarte die Zustimmung der anderen EU-Kommissare am Dienstag. Danach hoffe er auf eine Verabschiedung in Rat und EU-Parlament vor dem Frühjahr 2009.

P2News

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