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USA fordern größeres Engagement in Afghanistan Deutschland muss mehr leisten

Burden-sharing, Teilung der Lasten, das war von jeher Barack Obamas Losung für Afghanistan. Schon im Sommer vergangenen Jahres bei seiner Rede in Berlin. Nun hat der amerikanische Präsident die Basis für die Berechnung der Lastenteilung dramatisch verschoben. 17 000 Soldaten schickt er kurzfristig zusätzlich an den Hindukusch, 13 000 weitere sollen demnächst folgen. Das amerikanische Kontingent erhöht sich damit auf mehr als 55 000 Mann, gegenüber 32 000, die die 40 anderen Partner zusammen aufbringen. Nun wird es für die Alliierten noch schwerer zu begründen, warum sie nicht mehr tun. Auch für die Deutschen. Sie sind zwar nach wie vor der drittgrößte Truppensteller, jedoch mit weitem Abstand zum Zweiten, Großbritannien. Zudem sind sie der mit den größten Beschränkungen. Denn die Bundeswehr sitzt wie festgenagelt im Norden des Landes, der noch relativ friedlich ist. Obama macht ernst in Afghanistan. Er will aus dem bisherigen halben internationalen Engagement, das das Land im labilen Zustand eines elenden Kriegfriedens hält, nun ein ganzes machen. Er sucht eine Entscheidungsschlacht im Feld und um die Herzen der Afghanen und setzt deshalb außer auf mehr Soldaten auch auf eine deutliche Verstärkung des zivilen Aufbaus. Das ist eine strategische Kehrtwende. Von Exit-Strategien ist vorerst nicht mehr die Rede. Beim Nato-Gipfel Anfang April wird Angela Merkel mit dem Hinweis auf die bisherigen Leistungen Deutschlands wohl nicht mehr auskommen, sondern auf dem einen oder dem anderen Gebiet Angebote machen müssen.

Lausitzer Rundschau

P2News

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