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US-Kampf gegen Influenza: Yes we can?

„Dauernd von den Medien verbreitete Angst ist die Basis des Konsums“, stellte das Schreckgespenst aller US-Mittelstands-Väter, der Journalist und Rocksänger Marilyn Manson, in dem Oscar-gekrönten Dokumentarfilm „Bowling for Columbine“ fest (2002). Im Rahmen des vom neuen US-Präsidenten Barack Obama („Yes we can“) vorgeschlagenen Wirtschaftsförderprogramms sind Ausgaben in Höhe von 870 Millionen US-Dollar (664 Mio Euro) vorgesehen, um die US-amerikanische Abwehrkraft gegen die bioterroristischen Gefahren einer Grippe-Pandemie zu stärken. Bei den bisherigen Diskussionen im Kongress der Vereinigten Staaten wurde deutlich, dass mit dieser erstaunlich hohen Mittelzuweisung vor allem Maßnahmen im Kampf gegen weltweite Vogelgrippe-Seuchen geplant sind.

Bio-Terrorismus: Jetzt auch globaler Abwehrkampf

Kaum lag das Programm („American Recovery and Reinvestment Act of 2009“, zweideutig von den US-Medien auch „stimulus package“ genannt) vor, gab es Kritik an den Ausgaben zur Grippebekämpfung. Die US-Senatorin Susan M. Collins (Rep) forderte beispielsweise am 3. Februar 2009, wie Associated Press meldete, die avisierten 870 Mio. US$ komplett zu streichen. Als führendes Mitglied des US-Heimatschutzministeriums ist sie jedoch nicht ganz uneigennützig. Bisher war die inländische Abwehr „gefühlter“ Bedrohungen Aufgabe ihres Ministeriums, auch die Beschäftigung mit dem Bedrohungspotential von Influenza- und Vogelgrippe-Pandemien („Bio-Terrorismus“). So setzt Collins sich schon seit Jahren dafür ein, die aus ihrer Sicht weitgehend fehlende Reaktionsfähigkeit der USA bei denkbaren terroristischen Attacken mit Grippe- oder Vogelgrippeviren zu erhöhen. Die jetzt geplanten Gelder sollen jedoch, so zeigen die bisherigen Verhandlungen im Kongress, nicht an ihr Ministerium, sondern an eine Behörde des Gesundheitsministeriums fließen, deren Aufgabe die Abwehr von chemischen, biologischen, Strahlen- oder nuklearen Gefahren ist („The Biomedical Advanced Research and Development Authority“, BARDA). Mit dieser von Collins und anderen abgelehnten Umverteilung kann das – innenpolitisch bedeutsame – Schreckenspotential von Pandemien zwar aufrecht erhalten werden. Es wird jedoch gleichzeitig durch einen militärstrategisch relevanten Aufgabenkomplex zum weltweiten Infektions-Abwehrkampf erweitert („global preparedness“). Eine Aufgabe, die das, nur in den USA tätige, Heimatschutzministerium nicht bewältigen kann.

USA: Influenza-Viren zu 97,4% resistent

Dass 870 Mio US-$ für eine Erkrankung ausgeben werden sollen, deren objektive Bedeutung gegen Null tendiert (2008: 35 Vogelgrippe-Todesfälle weltweit), ist trotz der Argumente von Collins und anderen derzeit besonders gut zu begründen. So haben die US-amerikanischen Centers of Disease Control and Prevention (CDC) in ihrem aktuellen Bulletin am 31. Januar 2009 zur Influenza-Situation in den USA bekanntgegeben, dass 97,4 Prozent aller dominierenden Influenza-Viren (H1N1) gegen den weltweit am häufigsten eingesetzten antiviralen Wirkstoff Oseltamivir resistent sind (Tamiflu® von F. Hoffmann-La Roche Ltd, Schweiz). Damit sind weitaus mehr Viren in kürzester Zeit resistent geworden als jemals zuvor beobachtet oder von Experten erwartet wurde. Eine ähnlich explosiv ansteigende Resistenzrate konstatiert das transeuropäische European Influenza Surveillance Scheme (EISS) auch für viele europäische Länder. Die CDCs informieren derzeit die US-Ärzte über die katastrophal eingeschränkten Möglichkeiten, gegen Influenza medikamentös vorzugehen und weisen auf verbleibende Optionen hin. Doch die Wirksamkeit dieser Optionen, vor allem der Influenza-Schutzimpfung, wird in den USA zunehmend angezweifelt. Zudem schützt diese Impfung nicht vor dem gefürchteten H5N1-Vogelgrippevirus.

Heilpflanzen gegen Influenzaviren: Yes we can!

Obwohl sich viele, auch neuartige antivirale Konzepte in der Pipeline von Forschungseinrichtungen und Unternehmen befinden, so erläutert der Virologe Prof. Dr. Stephan Ludwig vom Institut für Molekulare Virologie der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, gibt es derzeit keine geeigneten antiviralen Arzneimittel, die sich in der klinischen Erprobung oder gar der Zulassungsphase befinden. Allerdings gäbe es im Bereich der Medizinprodukte pflanzlichen Ursprungs prophylaktische Optionen, so die Forschungsarbeiten an seinem Institut sowie dem Friedrich Löffler-Institut in Tübingen. Der untersuchte Extrakt stammt aus einer speziellen Varietät von Cistus incanus (Cystus052®). Mit zugelassenen Präparaten aus diesem Zistrosen-Extrakt können wirksam Infektionen durch Influenzaviren im Bereich von Mundhöhle und Rachenraum blockiert werden. Der große Charme eines solchen Extrakts aus der naturheilkundlichen Medizin, so Ludwig, liegt in der Tatsache, dass man wegen des Fehlens von Nebenwirkungen auch prophylaktisch im Sinne eines ersten Abwehrschilds gegen Infektionen des Respirationstrakts vorgehen kann und zwar unabhängig von der Art der kausalen Grippe- oder Erkältungsviren.

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