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Unersetzliche Multitalente auf vier Beinen

Das Schaf gilt als eine der ältesten Haustierrassen, weil es bereits seit rund 10.000 Jahren mit dem Menschen zu tun hat. Ursprünglich stammt das heutige Hausschaf vom europäischen Mufflon ab, das im Kaukasus und in Anatolien zuhause ist und wegen seiner mächtigen, einwärts gedrehten Hörner einen mitunter Furcht erregenden Eindruck macht. Weltweit gibt es schätzungsweise eine Milliarde Schafe. Sie leben in tropischen Zonen, in Wüsten oder in Gegenden mit subtropischem Klima, grasen auf den Deichen in Norddeutschland genauso wie auf den Wiesen in den Alpen. Allgemein gelten Schafe als geduldige und genügsame Tiere, die als Nutztiere den Menschen Milch, Fleisch, Wolle und Fell liefern.

Zu den bekanntesten deutschen Schafrassen gehören das weiße Merinoschaf, das schwarzköpfige Rhönschaf sowie die langhaarige gehörnte Heidschnucke. Ein Mutterschaf bringt in der Regel nach fünf Monaten Tragzeit ein bis zwei Lämmer zur Welt. Im ersten Lebensjahr heißt das Schaf Lamm, danach wird es zum Bock (auch Widder), zum Hammel (kastriert) oder zum Mutterschaf. Die Lebenszeit eines Schafes beträgt im Durchschnitt sechs bis zwölf Jahre.

Vor allem in der Landschaftspflege sind Schafe längst unersetzlich geworden, berichtet daheim in Deutschland. Als natürliche Rasenmäher sorgen sie in Herden dafür, dass Wiesen abgegrast werden und Kulturlandschaften erhalten bleiben. Experten sind überzeugt, dass Bergweiden und Heiden wie die Lüneburger Heide, die Offenlandschaften der Schorfheide in Brandenburg oder die Wacholderheiden der Schwäbischen Alb schnell zuwachsen würden, wenn Schafe nicht die Sträucher abweiden und das Gras der überwiegend mageren Böden kurz und dicht hielten. Darüber hinaus sorgen die Tiere mit ihren kleinen Hufen auch dafür, dass die Erosion der Böden verhindert wird.

Die Tatsache, dass das Lamm zu Ostern in den Mittelpunkt des Interesses rückt, geht auf die Bibel zurück. Dort ist es wie in der christlichen Ikonografie mit der Taube das wichtigste Tier und verkörpert als Symbol den Menschen. Jesus als der gute Hirte wird jedes einzelne verlorene Schaf suchen, weil die Menschen ohne ihn haltlos sind. Zugleich ist er Agnus Dei, das Lamm Gottes, das sich für die Menschen geopfert hat und damit die Sünde der Welt hinwegnimmt. Ostern und Osterlamm gehören seither untrennbar zusammen.

P2News/Reader’s Digest Deutschland

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