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Tschüss, Bundesbahn

Für die Bahn AG hat die Entscheidung des Bundesgerichtshofes bösere Folgen als die Wetterunbilden aller vier Jahreszeiten der letzten drei Jahre zusammen: Das Staatsunternehmen muss sich dem Wettbewerb stellen. Der BGH hat Länder und Verkehrsverbünde verpflichtet, fair auszuschreiben. Preis und Leistung werden die Verträge bestimmen, nicht mehr nur die üblichen politischen Erwägungen und Kungeleien.

Marode Waggons, massive Verspätungen, Kürzung beim Personal? Ein Unternehmen, das seinen Anteil am nahrhaften Kuchen Nahverkehr in Deutschland verteidigen will, kann sich sowas nicht mehr leisten. Fast eine Milliarde Euro Gewinn im Regio-Bereich muss sich auch für die Kunden auszahlen.

Die Richter haben mit dem Urteil zum Nahverkehr im Ruhrgebiet, wo täglich weit mehr als eine halbe Million Menschen auf der Schiene unterwegs sind, den endgültigen Abschied von der „Deutschen Bundesbahn“ besiegelt. Die Deutschen werden sich an mehr bunte Privatbahnzüge gewöhnen, die in letzter Zeit oft pünktlicher und sauberer waren als die des großen Bruders vom Staat. Und der große Bruder? Wird eifersüchtig mithalten. Er kann das nämlich auch.

P2News/Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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