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Trendbarometer TK-Markt 2009

Höhere Bandbreiten, Wettbewerb um Anwendungsentwickler, Communities go mobile, Abwarten bei IPTV

2009 wird ganz im Zeichen des mobilen Internets stehen. War 2008 das Jahr, in dem das mobile Internet den Kinderschuhen entwachsen ist, wird 2009 definitv das Jahr des Erwachsenwerdens. Trotz aufkeimender Finanzkrise und einer fortschreitenden Sättigung des Marktes für Mobiltelefone hat nicht zuletzt die Einführung des Apple iPhones oder jüngst des Google G1 Handys zu einem wahren Boom bei internetfähigen Touchscreen Handys geführt und durch die Kombination aus Lifestyle, Mobilität und intuitiver Bedienbarkeit in Kombination mit stetig sinkenden Kosten der Akzeptanz des mobilen Internets einen ungeheuren Vorschub geleistet. Diesen Trend weiter befeuern will die Industrie vor allem mit neuen Technologien, die die Entwicklung des Mobilfunks vom einfachen Sprachdienst in komplexe Datendienste und medienintensive Angebote unterstützen. So ist zum Beispiel die parallele Übertragung mehrerer HD-Filme oder interaktiver Anwendungen dank des in den Startlöchern stehenden 3G Nachfolders LTE (Long Term Evolution) oder HSPA+(High Speed Paccket Access Plus) keine Zukunftsmusik mehr. In den nächsten Jahren wird somit die mobile Datenübertagung sogar zur ernsthaften Konkurrenz für Festnetz-Technologien wie VDSL.

Wettbewerbskriterium: Bedienerfreundlichkeit und Entwicklergemeinschaft

Schnellere Verbindungen und neue Inhalte sind allerdings nur ein Teil der Erfolgsstrategie des mobilen Internets. Die Nutzung von mobilen Diensten wird maßgeblich über die Oberfläche der Anwendungen entschieden. Hier sind heute die Applikationen noch zu kompliziert. Je einfacher, schneller, intuitiver und bekannter diese auf dem Mobiltelefon des Nutzers erscheinen, desto größer sind die Akzeptanz und dann auch der Erfolg der mobilen Dienste. Diese Notwendigkeit wurde von der Industrie bereits erkannt und für Mobiltelefone spezifische Applikationen werden auch 2009 verstärkt entwickelt werden. Hilfreich hierbei ist die bereits begonnene Öffnung der Handy-Plattformen. Vorreiter auch hier Apple und Google: So verkündete Apple jüngst für seinen Anwendungs-Shop „App Store“ die Rekordmarke von 500 Millionen Downloads und das G1 von Google wird zum Start in Deutschland mit allein 700 speziellen Applikationen aufwarten. Damit setzen die beiden Visonäre des mobilen Internets auch die Messlatte für den Wettbewerb. Denn künftig werden die besten Anwendungen über die Attraktivität eines Mobiltelefons bei den Konsumenten mitentscheiden. Eine verstärkte Konkurrenz zwischen Windows Mobile, Google Android, iphone OS und Co. um die besten aktivsten und kreativsten Entwickler ist damit vorprogrammiert und die Hersteller und Netzbetreiber werden versuchen, die erstarkende Open Source Bewegung an sich zu binden. Ein erstes Beispiel in Deutschland ist das offene Entwickler- und Testportal Beta2go bei E-Plus.

Schlüsseltrend: Communities erobern Handy

Nachdem soziale Netzwerke bereits im Internet ihren Siegeszug angetreten haben, kommen diese im nächsten Jahr verstärkt auch auf die Mobiltelefone und entwickeln sich hier zu einem Schlüsseltrend. Ob Facebook, MySpace oder StudiVZ, alle großen sozialen Netzwerke entwickeln und bieten bereits eigene Anwendungen für die Nutzung auf Mobiltelefonen. Einige gehen sogar noch weiter und werden selbst zum TK-Anbieter mit eigenen Tarifen und auf ihre Community zugeschnittenen Services. Vorteil hier: Im Gegensatz zur stationären Nutzung kann mit Hilfe des mobilen Internets die virtuelle Welt noch stärker mit der realen Welt verschmelzen – besonders in Verbindung mit den GPS Funktionalitäten der Mobiltelefone. Durch diese Geoinformationen kann jeder Handynutzer zum Beispiel den Aufenthaltsort von Kontakten aus seinen sozialen Netzwerken einfach mobil abrufen und in Verbindung mit standortbezogenen Diensten nutzen. Anwendungsszenarien sind hier zum Beispiel das einfache Auffinden von Freunden aus dem Netzwerk in der Nähe oder der Zugriff auf lokalisierte Suchergebnisse und Empfehlungen zu Hotels, Restaurants oder Sehenswürdigkeiten. Der Trend geht eindeutig zur Konvergenz aus unterschiedlichen Anwendungen und Services wie Fotografie, Navigation und sozialen Netzwerken. Bislang ungenutztes Potenzial versprechen hier auch Mobile Tagging-Technologien wie beispielsweise QR Codes, die 2009 auf vielen Produkten, Plakaten oder in Zeitschriften zu finden sein werden. Diese zweidimensionalen Barcodes können einfach mit dem Handy abfotografiert werden und weisen so den Weg zu zusätzlichen Informationen im Internet und verbinden Offline- und Online-Inhalte.

Mobile TV – Abkehr vom Inseldenken

Bei Mobile TV werden wir im kommenden Jahr die Abkehr vom autarken Dienst sehen. Nachdem 2008 mehrmals der Versuch der Etablierung eines einheitlichen Standards für das mobile Fernsehen gescheitert ist und alle bisherigen Bemühungen in Deutschland auf ein abgeschlossenes und eigenständiges Modell gesetzt haben, liegt die Zukunft des Bewegtbilds auf dem Handy in der nahtlosen Integration mit anderen mobilen Diensten sowie der Einführung eines On-Demand-Angebots. Potentzial verspricht hier die nahtlose Integration mit bestehenden Video-on-Demand Angeboten für Festgeräte, so dass die Nutzer auf die Inhalte sowohl zu hause als auch unterwegs einfach zugreifen können.

Mobile Marketing hinkt noch hinterher

Mobile Marketing und mobile Werbung hinken noch sehr stark den anderen Medien-Trägern hinterher. Mobiles Kampagnenmanagement beschränkt sich derzeit immer noch auf Banner-Werbung sowie klassische SMS- und MMS-Formate. Kreativität und neue Konzepte für den mobilen Markt finden sich derzeit noch wenig am Markt. Hier wird auch 2009 das Potenzial sowohl von Werbetreibenden als auch von Werbern bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Größter Hemmschuh ist hier noch immer, dass klare Konzepte zur Bestimmung der Reichweite sowie einheitliche Standards für die Messbarkeit fehlen.

IPTV weiter in Lauerstellung

IPTV wird auch 2009 bei den großen Providern auf der Prioritätenliste stehen, auch wenn weiterhin noch keine großen Umsätze zu erwarten sind. Nur wenn die Anbieter sinnvolle Querschnittsdienste, die die Auswahl steuern, und einen ausgereiften Electronical Program Guide (EPG) zur Verfügung stellen, wird das Fernsehen über das Internet Protokoll bei den Verbrauchern an Fahrt gewinnen. Zudem gilt ähnlich wie bei Mobile TV auch beim IPTV, dass On-Demand-Angebote mit einem größeren Wachstumspotenzial ausgestattet sind, da sie dem Nutzungsverhalten einer technikaffinen Zielgruppe stärker entgegenkommen.

P2News

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