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Top-Manger sind gegen Schadenersatzforderungen versichert

Heinrich von Pierer, Ex-Chef des Siemens-Konzerns, muss offenbar nicht an sein Erspartes, wenn er seinem früheren Arbeitgeber fünf Millionen Euro zahlt, um eine Schadenersatzklage abzuwenden. Statt dessen könnte eine D&O-Versicherung eintreten , eine Vermögensschaden-Haftpflicht-Versicherung für Organe und leitende Angestellte. Das berichtet die Neue Westfälische Zeitung (Bielefeld) „Diese Versicherung ist Standard“, erklärt Peter Schimikowski, Professor für Versicherungsrecht an der Fachhochschule Köln. Sie sei fester Bestandteil der Verträge für Vorstände und Aufsichtsräte. Das bestätigt auch Matthias Müller vom Bundesverband der Versicherer. „Die Entscheidungswelt für Manager ist derart komplex geworden, dass es ohne diesen Schutz nicht geht.“ Gar nicht teuer sei dieser Versicherungsschutz, sagt Schimikowski. Für die Deckung von einer Million Euro verlange etwa der amerikanische Versicherungskonzern AIG eine Jahresprämie von unter 1.000 Euro. „Die Prämie zahlt natürlich nicht der Manager, sondern das Unternehmen“, stellt Schimikowski klar. Einen Haken hat der Schutz: Kann die Versicherung ihrem Kunden Vorsatz nachweisen, holt sie sich ihr Geld zurück.

P2News/Neue Westfälische

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