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Tierische Urlaubsbekanntschaften

Bei solchen Urlaubsbekanntschaften wird man schnell schwach. Bevor Vierbeiner jedoch nach Deutschland einreisen dürfen, benötigen sie eine gültige Tollwutimpfung und einen EU-Heimtierausweis

Ein Blick in treue Hundeaugen, ein sanftes Schnurren des kleinen Kätzchens: Viele Touristen möchten ihre vierbeinige Urlaubsbekanntschaft am liebsten spontan mit nach Hause nehmen. Doch bevor Hund oder Katze einreisen dürfen, müssen sie ausreichend geimpft sein und benötigen einen EU-Heimtierausweis, der in allen Ländern der Europäischen Union Pflicht ist. Darauf macht das Infocenter der R+V Versicherung aufmerksam.

Für die Einreise nach Deutschland wie in alle anderen EU-Länder brauchen Hunde und Katzen eine gültige Tollwutimpfung. Zusätzlich empfehlen sich eine Wurmkur und eine gründliche Untersuchung beim Tierarzt, um Infektionskrankheiten auszuschließen. Die Tollwutimpfung wird in den EU-Heimtierausweis eingetragen. Sie darf nicht älter als zwölf Monate, muss aber mindestens 21 Tage alt sein. Der Ausweis enthält zudem die Nummer des Tieres, die in einem Mikrochip an der linken Halsseite oder einer Tätowierung festgehalten ist.

Für die Einreise aus Ländern, in denen die Tollwutgefahr besonders groß ist, sind die Regelungen noch strenger. Wer beispielsweise ein Tier aus der Türkei, Tunesien oder Marokko mitbringen will, muss neben der Tollwutimpfung auch eine Kontrolluntersuchung 30 Tage später vorweisen und dann noch einmal drei Monate mit der Einreise warten. Haben Hund oder Katze die erforderlichen Impfungen und Untersuchungen nicht, werden sie an der Grenze in der Regel von einem Tierarzt untersucht, geimpft und beim zuständigen Veterinäramt einige Monate unter Quarantäne gestellt. Dabei können schnell Kosten in Höhe von 4.000 Euro und mehr anfallen.

In manchen europäischen Ländern gibt es weitere Einreise- und Impfbestimmungen, die für die Durchreise oder einen Zwischenstopp wichtig sind. Wer beispielsweise über die tollwutfreien Länder Schweden, Malta, Großbritannien oder Irland nach Deutschland kommt, muss für die Tiere einen Tollwutantikörpertest nachweisen, der von einem in der EU zugelassenen Labor ausgestellt werden kann. Auch eine Behandlung gegen Bandwürmer und Zecken ist Pflicht. Die Internetseiten der jeweiligen Botschaft bieten hierzu genaue Informationen. Zu beachten ist außerdem, dass die vierbeinigen Passagiere bei der Fluggesellschaft angemeldet und in einer geeigneten Transportbox befördert werden müssen. Für die Fahrt mit dem Auto regelmäßige Pausen einplanen.

In vielen südlichen Touristenorten gibt es inzwischen Tierschutzorganisationen, die Urlauber entsprechend beraten können. Auch die örtlichen Tierheime oder Hundeasyle helfen weiter. Viele Tierschützer in den Urlaubsgebieten vermitteln Vierbeiner nach Deutschland. Der Vorteil: Sie können sich vorab um alle wichtigen Formalien kümmern.

P2News

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