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Thailand im Teufelskreis

Abhisit Vejjajiva

In Thailands Flagge ist die Farbe Rot Symbol für die Nation. Es wirkt wie ein Menetekel für das blutgetränkte Schicksal des südostasiatischen Landes. Seit dem Ende der absoluten Monarchie 1932 hat das Königreich fast 20 Staatsstreiche erlebt. Thailand ist gefangen in einem nicht enden wollenden Teufelskreis.

Mal legen die in Gelb gekleideten Anhänger von Kapital und König den Flughafen lahm, dann wieder stürmen die Rothemden der Gegenseite das Parlament. Doch immer leidet das Land, der Blutzoll steigt. Stets lauert das Gespenst eines Bürgerkriegs.

Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva steckt in einer Zwickmühle. Gibt er dem Protest der Rothemden nach und veranlasst Neuwahlen, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Gelbhemden wie schon 2008 auf die Straße gehen. Versucht Abhisit jedoch, die Massen mit Militär in Schach zu halten, rückt Gewalt an die Stelle der so dringend notwendigen Versöhnung.

Egal wie der Premier sich entscheidet: Den Chefsessel wäre er wohl los. Das ist insofern bedauerlich, als seine Bemühungen, die Wirtschaft mit einem Konjunkturprogramm anzukurbeln, erste Früchte tragen. Allerdings haftet auch Abhisit der Makel an, allein per Protest und Parteienverbot an die Macht gelangt zu sein. Fazit: Nur ein Sondervermittler von Format hätte vielleicht die Chance, dem Grauen ein Ende zu bereiten.

P2News/Neue Osnabrücker Zeitung

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