Werbeanzeige
Home / Politik / Politik Deutschland / Teure Kassen, mutlose Politik
Werbeanzeige

Teure Kassen, mutlose Politik

Ex-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt behauptet, eine Krankenkasse, die einen Zusatzbeitrag verlangt, habe schlecht gewirtschaftet. Das ist falsch. Zwar verschwenden tatsächlich viele Kassen Geld mit inhaltsleeren Mitgliederpostillen, teuren Bonusprogrammen und zu viel Verwaltung. Doch den Keim für die aktuelle Misere haben einst Schmidt und die sie stützende Kanzlerin mit dem Gesundheitsfonds gelegt, der mit seinem Einheitssatz den gesunden Wettbewerb erstickt. Sie haben einen neuen Finanzausgleich geschaffen, nach dem es für eine Kasse lohnt, möglichst viele kranke Patienten zu haben. Das führt dazu, dass nun vor allem Kassen mit gesunden Mitgliedern, wie viele Betriebskassen, mit dem Einheitsbeitrag nicht mehr auskommen und die Versicherten zusätzlich zur Kasse bitten müssen. Schmidt/Merkel haben nicht nur bei der Stabilisierung der Beiträge versagt. Sie haben auch die Chance vertan, die eine große Koalition bietet: gemeinsam die Ausgaben-Explosion zu stoppen. Die Hoffnung ist klein, dass sich das unter Schwarz-Gelb ändert. Der neue Gesundheitsminister Rösler hat zwar kluge Dinge zur Finanzreform gesagt. Doch von Daumenschrauben für die Pharma-Industrie, dem Kostentreiber Nummer eins, spricht er nicht. Die Börse wusste, warum sie am Tag nach der Bundestagswahl Pharma-Aktien feierte.

P2News/Rheinische Post

Werbeanzeige

Check Also

Annette Schavan: CDU bleibt neugierig auf die Piraten

Die stellvertretende CDU-Chefin Annette Schavan blickt wachsam auf den Erfolg der Piratenpartei. „Gerade das sich …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.