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Terrorverdächtiger Türke bekommt neue Anwälte

OLG Düsseldorf: Sachgerechte Verteidigung im Sauerlandverfahren nicht mehr möglich

Überraschend hat das Oberlandesgericht Düsseldorf im „Sauerlandverfahren“ die beiden Strafverteidiger des Angeklagten Adem Y. von der Pflichtverteidigung entbunden. Wie der Südwestrundfunk (SWR) aus Justizkreisen erfuhr, entschied der 6. Strafsenat unter Vorsitz von Ottmar Breidling, eine sachgerechte Verteidigung des Mannes aus Langen/Südhessen sei mit den bisherigen Anwälten nicht mehr möglich gewesen. Bislang hatten die Kölner Anwälte Murat Sertsöz und Serkan Alkan den Angeklagten vertreten. Doch offenbar ist das Vertrauensverhältnis der Anwälte zu Y. bereits seit Monaten gestört. So haben die Verteidiger ihren Mandanten seit Mitte November nicht mehr in der Haft besucht, der Anwalt Alkan sei sogar noch nie persönlich bei seinem Mandanten gewesen, wundert sich das Gericht in seinem siebenseitigen Beschluss. Der Angeklagte durfte regelmäßige Besuche erwarten, befand das Gericht und sieht das Vertrauensverhältnis tiefgreifend gestört. Nach SWR-Informationen sollen die bisherigen Anwälte dem Terrorverdächtigen Y. bislang gesagt haben, das BKA habe nichts gegen ihn in der Hand. Zudem sollen sie ihn auch nicht ausreichend mit den Prozessakten versorgt haben. Die Rechtsanwälte waren am Donnerstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Neue Anwälte von Y. sind ab sofort eine Münchner Strafverteidigerin und ein Rechtsanwalt aus Essen. Der Prozess gegen die „Sauerlandgruppe“ beginnt am 22. April vor dem OLG Düsseldorf.

P2News

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