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Terrorismus in Indien – Kommentar

Terrorismus in Indien – Enorme Sicherheitslücken

Aus der Tragödie von Bombay darf kein neues Säbelrasseln zwischen Indien und Pakistan werden. Vielmehr sollte ein starkes Bündnis gegen Terror erwachsen. Der Angriff von Islamisten auf das Parlament in Neu-Delhi im Dezember 2001 brachte die beiden Atommächte an den Rand eines Krieges. Diesmal sollten die einstigen Erzfeinde eine klare Botschaft des Schulterschlusses aussenden.

Obwohl die Terrorgefahr seit Jahren bekannt ist, wurde sie von der indischen Regierung sträflich unterschätzt, wie das späte und teils chaotische Eingreifen der Spezialkräfte offenbarte. Die Sicherheitslücken sind enorm und müssen unverzüglich geschlossen werden. Der Rücktritt des Innenministers ist daher nur konsequent.

Zugleich sollte die Weltgemeinschaft den Fokus viel stärker auf Pakistan lenken. Weder die Befriedung Afghanistans noch ein nachhaltiger Schutz Indiens vor ähnlichen Terrorattacken wird möglich sein, wenn die Machthaber in Islamabad das Problem des militanten Fanatismus in dem Krisenherd nicht in den Griff bekommen. Hier bedarf es endlich einer schonungslosen Lageanalyse. Auf dieser Basis muss eine wirkungsvolle Anti-Terror-Strategie entwickelt werden. Das wird große Anstrengungen abverlangen – auch von Europa und den USA.

Neue Osnabrücker Zeitung

P2News

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