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Tariffront verhärtet

Die laufende Tarifrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen steht unter keinem guten Stern. Die Fronten haben sich verhärtet. Die Gewerkschaften weisen das Angebot von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) schroff zurück. Er will den etwa 1,3 Millionen Beschäftigten fünf Prozent mehr geben allerdings über zwei Jahre gestreckt und verbunden mit einer Aufstockung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 40 Stunden. Die Gewerkschaften fühlen sich provoziert. Ihre Reaktion gehört zwar auch zum Ritual, doch angesichts steigender Inflationsraten wird Schäuble um des Arbeitsfriedens willen wohl nachlegen müssen. An der Verlängerung der Arbeitszeit festzuhalten, wäre für den Staat als Arbeitgeber allerdings ein Akt der Gleichbehandlung. Den Beamten werden nämlich in der Regel 41 Stunden abverlangt. Gerade in NRW fühlen sie sich gegenüber den Tarifbeschäftigten ungerecht behandelt. Während diese 38,5 Stunden in der Woche arbeiten und schon seit Jahresbeginn höhere Gehälter bekommen, müssen sich die Beamten bis zur Jahresmitte gedulden. Dann gibt es 2,9 Prozent mehr es ist wohlgemerkt die erste Erhöhung nach einer mehrjährigen Zwangspause.

Rheinische Post

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