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Tarifeinigung bei der Post – Gute Strategie

Die Post verdient zu gut, um sich einen Streik leisten zu können. Dass noch am selben Tag, an dem die Beschäftigten für einen Arbeitskampf votierten, die zuvor angeblich so schwierige Einigung zu Stande kam, spricht Bände. Irgendwie hatte der gelbe Riese ein Argumentationsproblem in dieser Gehaltsrunde. Zuerst brachte die Post im Kampf für Mindestlöhne die soziale Ader auf 180. Nun mimte sie wieder den vom harten Wettbewerb gebeutelten Arbeitgeber. Dabei ist sie mit ihrem erfolgreich verteidigten Monopol erst recht in der Lage, höhere Löhne zu zahlen. Deshalb überrascht allenfalls das schnelle Einschlagen der Gewerkschaft. Sieben Prozent für zwölf Monate hat Verdi gefordert, sieben Prozent für 26 Monate erhalten, also nicht einmal die Hälfte. Da haben die IG Metall beim Stahl und die IGBCE in der Chemie ganz andere Abschlüsse erzielt. Verdi wollte vor allem eine Verlängerung der Arbeitszeit verhindern und die Beschäftigungsgarantie verlängern. In Zeiten eines abflauenden Aufschwungs eine gute, eine lobenswerte Strategie. Zehn Minuten weniger Pause am Tag sind verschmerzbar.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Kommentar von Stefan Schulte

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